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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

10-Jahres Ergebnisse der Therapie des Larynxkarzinoms

Meeting Abstract

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  • corresponding author Jan Heidemann - HNO Klinik des Universitätsklinikums Halle/Saale, Halle/Saale
  • Annett Sandner - HNO Klinik des Universitätsklinikums Halle/Saale, Halle/Saale
  • Kerstin Neumann - HNO Klinik des Universitätsklinikums Halle/Saale, Halle/Saale

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod289

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod289.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Heidemann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Therapiekonzepte des Larynxkarzinoms haben sich in den letzten Jahren einem Wandel unterzogen. Lokalisierte Tumorstadien werden fast ausschließlich laserchirurgisch behandelt. Zur Therapie fortgeschrittener Tumoren kommen zunehmend larynxerhaltende primäre Radiochemotherapien zum Einsatz.

Material und Methode: In einer retrospektiven Studie wurden im Untersuchungszeitraum von 1996–2006 alle Patienten mit Larynxkarzinom hinsichtlich ihrer Überlebensraten analysiert. Zur Auswertung gelangten insgesamt 260 Patienten (237 Männer, 23 Frauen). Das Durchschnittsalter betrug 60 Jahre. 51% der Tumoren entfielen auf glottische Karzinome, 24% waren supraglottisch lokalisiert und 15% transglottisch bzw. organüberschreitend. 49% der Tumoren befanden sich zum Diagnosezeitpunkt im Tumorstadium T I-II, 51% in T III-IV.

Ergebnisse: Die 5-Jahres Gesamtüberlebensrate betrug 92%; 70%; 62%; 40% für Stadium I, II, III, IV. Die peri- bzw. postoperative Komplikationsrate lag bei 4,6%. Komplikationen waren häufig komorbiditätsbedingt (Alkoholentzug, metabolisches Syndrom). Die Rezidivrate lag insgesamt bei 23,4%. Die Hälfte der Rezidive entfiel jeweils auf Lokalrezidive bzw. eine regionäre oder Fernmetastasierung.

Schlussfolgerung: Prospektive Studien müssen zeigen, inwieweit moderne multimodale Therapiekonzepte die Überlebensraten des Larynxkarzinoms verbessern können.