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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Einfluss von LIF auf cochleäre Stammzellen aus dem Spiralganglion

Meeting Abstract

  • corresponding author Stefan Volkenstein - Universitäts-HNO-Klinik Bochum, Bochum
  • Kazuo Oshima - Stanford University School of Medicine, Departments of Otolaryngology – Head & Neck, Stanford, CA, USA
  • Veronika Starlinger - Stanford University School of Medicine, Departments of Otolaryngology – Head & Neck, Stanford, CA, USA
  • Pascal Senn - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Hals- und Kopfchirurgie, Bern, Schweiz
  • Dawn Tju Wei Teo - Department of Otolaryngology – Head & Neck Surgery, Singapore General Hospital, Singapore, Singapore
  • Stefan Dazert - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirugie der Ruhr-Univerität, Bochum
  • Stefan Heller - Stanford University School of Medicine, Departments of Otolaryngology – Head & Neck, Stanford, USA

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod266

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod266.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Volkenstein et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Stammzellen sind durch ihre Eigenschaft zur Selbsterneuerung und ihr Differenzierungspotential in verschiedene Zelltypen charakterisiert. Auch aus verschiedenen Abschnitten des Innenohres diverser Säugetiere können solche als sogenannte Neurosphären kultivierte Stammzellen gewonnen werden. Mit Hilfe dieser Zellen können Erkenntnisse über die Entwicklung und Differenzierung sensorischer und neuronaler Innenohrzellen erzielt werden. Aufgrund der Inhomogenität der Neurosphären ist deren Nutzen allerdings limitiert. LIF (leukemia inhibitory factor) ist ein Zytokin, das die Eigenschaft besitzt das Selbsterneuerungspotential muriner embryonaler sowie muriner und humaner neuronaler Stammzellen aufrechtzuerhalten. Ziel der vorgestellten Arbeit ist es den Effekt von LIF auf aus Spiralganglienzellen gewonnen Stammzellen zu untersuchen und eine homogene Langzeitkultur aus diesen Zellen zu etablieren.

Methoden: Zur Isolierung von Stammzellen aus dem Spiralganglion wurden postnatale C57/BL6 Mäuse verwendet. Nach Dissektion der Cochlea und enzymatischer Dissoziation der Spiralganglienzellen werden diese in einem unter anderem EGF, bFGF und IGF-1 enthaltenem DMEM/F-12 Medium für eine Woche kultiviert und die so gewonnenen Neurosphären passagiert, um Zweitgenerations-Sphären zu erhalten. Diese wurden in Präsenz von LIF kultiviert und wiederholt passagiert sowie zu unterschiedlichen Zeitpunkten immunhistochemisch und mittels RT-PCR charakterisiert.

Ergebnisse/Schlussfolgerung: LIF führt zu einem adhärenten Wachstum der Zellen und fördert die Aufrechterhaltung einer Zellpopulation die Eigenschaften neuraler Vorläuferzellen besitzt. LIF ist somit ein potenter Faktor eine adhärente Zell-Linie aus Spiralganglienzell-Neurosphären zu generieren.