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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Einfluss des neuronalen Zelladhaesionsmoleküls (NCAM) auf die Neuritogenese und die synaptische Signaltransduktion von Spiralganglienneuronen des Innenohres

Meeting Abstract

  • corresponding author Sara Euteneuer - Klinik für HNO-Heilkunde, UK-SH, Campus Lübeck, Lübeck
  • Gary D. Housley - Dept. of Physiology, UNSW, Sydney, Australia
  • Matthias Klinger - Institut für Anatomie, UK-SH, Lübeck
  • Anke Leichtle - Universitäts HNO-Klinik, Bonn
  • Allen F. Ryan - Dept. of Otolaryngology, UCSD, San Diego, USA

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod233

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod233.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Euteneuer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das neuronale Zelladhaesionsmolekül NCAM konnte in der Vergangenheit im ZNS nicht nur als Guidance Faktor für embryonale Neuriten identifiziert werden, sondern auch als wichtige Einflussgröße für die Synapseninduktion und die Synapsenstärke. Die Expression von NCAM im Innenohr lässt auch hier eine funktionelle Bedeutung vermuten. Kürzlich wurde die Interaktion von NCAM mit Glial cell line derived neurotrophic factor (GDNF) und mit ionotropen Glutamat-Rezeptoren nachgewiesen, was einen Einfluss auf das neuronale Überleben und die Glutamat Excitotoxizität nahe legt.

Methoden: Das Innervationsmuster des Cortischen Organs von NCAM Knockout(KO)- und Wildtyp(WT)-Mäusen wurde in Organpräparaten und in Gefrierschnitten nach retrograder Färbung der Spiralgangliendendriten mit Tetramethyl-Rhodamin-Dextran untersucht. Hirnstammaudiometrien und DPOAEs wurden bei 8 bis 9 Wochen alten NCAM WT und KO Tieren vor und nach Lärmexposition gemessen. Die Morphologie der afferenten Synapse der Inneren Haarzellen wurde elektronenmikroskopische nach Lärmexposition (= Glutamat-Überstimmulation) gemessen.

Ergebnisse: Vorläufige Ergebnisse deuten auf ein normales Innervationsmuster der Typ1 Afferenzen in neonatalen NCAM KO Mäusen hin. Die Hörschwellen von NCAM KO-Mäusen waren denen der altersgleichen WT Tiere vergleichbar. Das Fehlen von NCAM führte im Vergleich zu WT Tieren nicht zu erhöhter Innenohrschwerhörigkeit nach Lärmexposition.

Schlussforgerungen: Die Ergebnisse legen nahe das NCAM für die Entwicklung normaler Innervationsmuster der Cochlea nicht erforderlich ist. Weiterhin schein NCAM keinen Einfluss auf die Glutamat vermittelte Toxizität zu haben.

Unterstützt durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft EU 120/1-1(SE), NIH/NIDCD grant DC00139 (AFR), the Medical Research and Rehabilitation Research and Development Services of the VA (AFR), and grants supporting the UCSD microscopy core facility NINDS grant NS047101