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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

p16INK4a-Expression in Relation zur E6/E7-mRNA-Expression humaner Papillomviren in Tonsillenkarzinomen

Meeting Abstract

  • corresponding author Markus Hoffmann - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Kiel
  • Anna-Sophie Ihloff - Univ.-HNO-Klinik Kiel, Kiel
  • Stefan Gottschlich - Univ.-HNO-Klinik Kiel, Kiel
  • Tibor Görögh - Univ.-HNO-Klinik Kiel, Kiel
  • Tomas Kahn - Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
  • Elisabeth Schwarz - Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod172

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod172.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Hoffmann et al.
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Gliederung

Text

Die kausale Rolle von HPV16 in der Karzinogenese von Plattenepithelkarzinomen des Waldeyer´schen Rachenringes ist abhängig von der Aktivität der viralen Onkoproteine E6/E7. Letztere inaktivieren die zellulären Tumorsuppressoren p53 und pRb, was einen Anstieg der p16INK4a -Expression bewirkt. Mittels PCR, RT-PCR und Immunhistochemie sind Tonsillenkarzinome von 40 Patienten auf das Vorliegen von HPV-DNA, E6/E7-mRNA- und p16-Expression untersucht worden. HPV-DNA ist in 21/40 Fällen detektierbar; E6/E7-Onkoprotein-mRNA lässt sich in 10 der HPV-positiven Fälle nachweisen, von denen acht eine deutliche p16-Expression zeigen. Die Korrelation des HPV-Status mit der p-16-Expression ist selbst bei der geringen Fallzahl signifikant (p=0,0019). Kaplan-Meier Schätzungen zeigen ein besseres Gesamtüberleben für die mRNA- und p16-positiven Fälle. Ein positiver HPV-Status zeigt verbesserte Überlebensraten allerdings nur in Kombination mit dem mRNA- oder p16-Status. Die Ergebnisse erreichen jedoch aufgrund der kleinen Fallgruppen keine statistische Signifikanz. Die viralen Onkogene scheinen in der Tumorzelle nicht immer biologisch aktiv zu sein. Der Nachweis einer p16-Überexpression kann als Marker für eine biologisch aktive HPV-Infektion gelten. Nur bei nachweisbarer viraler Aktivität mit mRNA- und/oder p16-Expression scheint die HPV-Infektion auch eine Bedeutung für die Überlebenswahrscheinlichkeiten der Patienten zu haben.