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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Komplikationen nach Cochlea-Implantation im zeitlichen Wandel

Meeting Abstract

  • corresponding author Stefan R. O. Stolle - HNO Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Sandra Gross - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Andreas Büchner - HNO, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Anke Lesinski-Schiedat - HNO, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Thomas Lenarz - HNO, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod094

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod094.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Stolle et al.
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Gliederung

Text

Cochlea-Implantat-Operationen werden routinemäßig bei allen Patienten mit höhergradigen Hörminderungen durchgeführt. Der zunehmenden Verantwortung insbesondere bei der Implantation immer jüngerer Kinder soll Rechnung getragen werden.

In einer retrospektiven Analyse wurden die Komplikationen aller Patienten (N=2957) erfasst die in Hannover zwischen 1985 und 2005 auftraten. Nach der Erstanpassung beginnt ein standardisierter Nachbetreungsprozess. Alle Patienten stellen sich postoperativ in den ersten 3 Jahren halbjährlich, dann mindestens jährlich zur HNO-ärztlichen Nachuntersuchung, technischen und pädagogischen Kontrolle in der implantierenden Klinik wieder vor. Die gesamten Untersuchungsdaten wurden in zwei Gruppen eingeteilt, bis 1999 (I) und 2000 bis 2005 (II). Ende 1999 erfolgte eine Veränderung des operativen Konzeptes.

Patienten die postoperativ zum Beispiel eine Mittelohrentzündung oder eine Affektion des Implantatbettes ohne invasive Konsequenz erlitten, wurden als geringgradige Komplikationen definiert. Geringgradige Komplikationen traten bis 1999 in 13% und zwischen 2000 und 2005 in 10% der Patienten die implantiert wurden auf. Als schwerwiegendere Komplikationen wurden eine Implantatbettinfektion, Facialisstimulation oder Probleme die zu einer operativen Intervention führten, gewertet. Diese traten in 8% bis 1999 und in 3% im zweiten Zeitraum bis 2005 auf. Eine signifikante Reduktion der Komplikationen zeigte sich auch bei den Kindern.

Die signifikante Reduzierung der Komplikationen insbesondere auch bei den Kindern nach 2000 ist auf die Veränderung des operativen Konzeptes zurückzuführen, als auch auf die immer größere Erfahrung in der Cochlea Implantat Versorgung und Nachsorge immer jüngerer Kinder und Patienten mit Restgehör.