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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Untersuchungen zur nukleären und zytoplasmatischen Survivin-Expression in Plattenepithelkarzinomen des Oropharynx

Meeting Abstract

  • corresponding author Jan B. Weise - HNO-Klinik, Uni Kiel, Kiel
  • Stefan Gottschlich - HNO-Klinik, Uni Kiel, Kiel
  • Nahid Jannipur - HNO-Klinik, Uni Kiel, Kiel
  • Tibor Görögh - HNO-Klinik, Uni Kiel, Kiel
  • Petra Ambrosch - HNO-Klinik, Uni Kiel, Kiel

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod465

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod465.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Weise et al.
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Gliederung

Text

Survivin, ein Mitglied der Anti-Apoptose-Proteinfamilie, wird in differenziertem adulten Gewebe nicht exprimiert. Im Gegensatz dazu konnten in Karzinomen verschiedener Lokalisationen eine Überexpression gefunden werden. Als universelles Tumorantigen und zugleich therapeutisches Target wird Survivin derzeit bei fortgeschrittenen Karzinomen der Prostata, der Lunge, des Kolon und Rektums, des Pankreas, bei Malignen Melanom und B-CLL eingesetzt. Wir haben deshalb an einer größeren Serie von Plattenepithelkarzinomen des Oropharynx die Survivin-Expression immunhistochemisch und mittels Western-blot bestimmt, um ein Targeting von Survivin auch bei Oropharynxkarzinomen zu prüfen.

Serienschnitte von 126 Oropharynxkarzinomen wurden mit jeweils anti-Survivin-Ak (antinukleär, antizytoplasmatisch) und H&E gefärbt. Als Positivkontrolle dienten HeLa-Zelllinien, als Negativkontrolle wurden 10 Proben aus Mundschleimhaut analysiert. Weitere fünf Frischpräparate von Oropharynxkarzinomen wurden zur Proteinbestimmung mittels Western-blot untersucht.

Die Survivin Expression war in 108/126 Tumorproben (85,7%) positiv, mit gewichtetem Survivin-Score von 0 (negativ; 18/126) bis 3 (1: 22/126; 2: 33/126; 3: 53/126). Im Gegensatz fand sich in der gesunden Mundschleimhaut keine Expression (100%). Eine signifikante Korrelation der Survivin-Expression mit Alter, Geschlecht, Grading und TNM-Stadium konnte nicht gefunden werden.

Diese Daten über eine starke Survivin-Expression in Oropharynxkarzinomen und der fehlende Nachweis in gesundem Gewebe unterstützen die Hypothese, dass Survivin als potentielles Tumorantigen und Target in der selektiven Therapie von Malignomen auch des Kopf-Halsbreiches eingesetzt werden kann.