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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Reduktion trigeminaler Sensitivität bei quantitativen Riechstörungen – ein spezifischer chemorezeptiver Effekt?

Meeting Abstract

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  • corresponding author Benno Schuster - Uniklinikum Dresden, Dresden
  • Johannes Frasnelli - Uniklinikum Dresden, Dresden
  • Thomas Hummel - Uniklinikum Dresden, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod422

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod422.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Schuster et al.
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Gliederung

Text

Patienten mit Verlust des Geruchssinns zeigen regelhaft eine Abnahme der Sensitivität gegenüber trigeminalen Reizen. Ob sich diese Abnahme allein auf die chemosensiblen Eigenschaften des Nervus trigeminus bezieht, oder aber sich eine generalisierte Abnahme der trigeminaler Sensitivität inklusive der epikritischen Nervenanteile darstellt, wurde bisher noch nicht hinreichend geklärt.

Insgesamt wurden 91 Probanden, bestehend aus 44 Gesunden und 46 Patienten mit posttraumatischen bzw. postinfektiösen Riechstörungen untersucht. Es wurden die Schwellen für die kutane elektrische Reizung im Bereich des N. trigeminus (V2) im Vergleich mit den Schwellen für intranasale chemische Reizung mit CO2 untersucht. Die Patientengruppe zeigte dabei höhere Schwellenwerte für CO2 im Vergleich zu Gesunden und damit eine herabgesetzte intranasale trigeminale Sensitivität. Sowohl die unterschiedlichen Ätiologie der Riechstörung als auch die Schwere der Riechstörung hatten einen Einfluss auf die CO2-Schwellenwerte. Im Gegensatz dazu konnten diese Unterschiede nicht für die kutane trigeminale Reizung nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Abnahme trigeminaler Sensitivität bei Patienten mit Riechstörungen spezifisch für chemosensorische Reize ist.

Unterstützt durch: Philip Morris External Research Program