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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Benignes fibröses Histiozytom der Nasennebenhöhlen

Meeting Abstract

  • corresponding author Victoria Hertel - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Christoph Alexiou - HNO Klinik Erlangen, Erlangen
  • Thomas Papadopoulus - Pathologisches Institut, Erlangen
  • Bernhard Schick - HNO Klinik Erlangen, Erlangen
  • Heinrich Iro - HNO Klinik Erlangen, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod395

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod395.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Hertel et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Tumoren der Nasennebenhöhlen sind selten und zeigen darüber hinaus eine große histopathologische Vielfalt. Wenngleich benigne fibröse Histiozytome relativ häufige Weichteilgewebstumoren sind, ist eine Manifestation im Bereich der Nasennebenhöhlen sehr selten.

Material und Methoden: Ein 3-jähriger Junge mit Dysplasie der linken Gesichtshälfte, Ptosis und Enophtalmus wurde vor einer, durch die Ophtalmologen angestrebten, operativen Korrektur des Enopthalmus kernspintomographisch untersucht. Hierbei zeigte sich als Zufallsbefund eine Raumforderung der linken Kieferhöhle, die zunächst im Sinne einer Mukozele gewertet wurde.

Ergebnisse: Die endoskopische Untersuchung zeigte bei den Angaben einer leichtgradigen Rhinorrhoe und Ronchopathie in der linken Nasenhaupthöhle eine glattwandige Vorwölbung der lateralen Nasenwand. Intraoperativ fand sich keine Bestätigung der radiologischen Verdachtsdiagnose einer Mukozele. Nach Eröffnung der Kieferhöhle stellte sich eine solide Raumforderung dar, die zunächst bei dem Befund einer Orbitainfiltration biopsiert wurde. Die histopathologische Untersuchung diagnostizierte ein benignes fibröses Histiozytom. Aufgrund der Tumorausdehnung in die Orbita erfolgte in interdisziplinärer Abstimmung zunächst eine chemotherapeutische Behandlung ohne Tumorresektion.

Schlussfolgerungen: Das Wachstumsverhalten eines benignen fibrösen Histiozytomes reicht von der Regression über Stagnation bis hin zu einer Tumorprogression mit infiltrativem Tumorwachstum. Die Therapie der ersten Wahl besteht in Form einer Tumorresektion. Das jeweils spezifische Wachstumsverhalten und die Tumorlokalisation erfordern jedoch im Einzelfall eine individuelle Therapieentscheidung.