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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Larynxpapillomatose

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod260

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod260.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Dellian.
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Gliederung

Text

Papillome des Larynx sind eine seltene und gutartige Erkrankung, die auch andere Anteile der Atemwege befallen kann. Heiserkeit oder chronische Atemnot beim Kind müssen die Larynxpapillomatose in die Differentialdiagnose einbeziehen. Die Papillome der Schleimhaut sind in der Regel mit "low risk" humanen Papillomviren der Subtypen 6 und 11 assoziiert. Die Erkrankung hat 2 Altersgipfel, beim Kleinkind und beim jungen Erwachsenen. Ihre Rezidivhäufigkeit macht sie zu einer besonderen Herausforderung für Patienten und ihre Angehörigen, aber auch für die behandelnden Ärzte.

Die Therapie besteht in der Regel in der schonenden mikrolaryngoskopischen (Laser-) Resektion. Hierbei muss eine Schädigung der nicht betroffenen Schleimhaut und der submukösen Strukturen vermieden werden, um spätere Stimmdefizite zu vermeiden. Bei Patienten mit hoher Rezidivhäufigkeit haben sich zusätzlich zur Resektion die systemische Gabe von Interferon oder die lokale Applikation des Virostatikums Cidofovir bewährt. Von der Schutzimpfung gegen das humane Papillomvirus kann zukünftig eine Reduktion des Auftretens von Neuerkrankungen erhofft werden.