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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Iatrogene Ösophagusperforation nach transösophagealer Echokardiografie: Klinik und Verlauf

Meeting Abstract

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  • corresponding author Xenia Schlenzig - HNO-Uniklinik Homburg, Homburg/Saar
  • Nicolas Hammerschmitt - Univ.HNO-Klinik, Homburg
  • Marc Bloching - Univ.HNO-Klinik, Homburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod190

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod190.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Schlenzig et al.
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Gliederung

Text

Im Jahr 2006 behandelten wir drei auswärtige Patienten mit iatrogener Ösophagusperforation nach transösophagealer Echokardiografie (TEE).

Bei allen Patienten war der zervikale Ösophagus perforiert, wobei in zwei Fällen erfolgreich eine endoskopische Defektdeckung erfolgte. Unter oraler Nahrungskarenz sowie Dreifachantibiose kam es zur vollständigen Restitution.

Der dritte Patient zeigte intraoperativ eine ausgedehnte lokale Entzündung mit Mediastinitis, weshalb ein primärer Perforationsverschluss nicht möglich war; es erfolgte eine Eröffnung des Mediastinums mit Einlage von Drainagen. Der Patient verstarb nach 3 Wochen septisch an einem Multiorganversagen.

Fazit: Aktuell liegt die Mortalität nach Ösophagusperforation insgesamt zwischen 3% und 67%. Erfahrungsgemäß sollte bei jedem Patienten mit einer Ösophagusperforation die Therapie in Abhängigkeit von der Perforationsgröße sowie der Lokalisation entschieden werden. Übereinstimmend mit der internationalen Literatur ist der prognosebestimmende Faktor der Zeitraum bis zu Diagnosestellung und Therapiebeginn.