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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Extrakorporale Stosswellenlithotripsie zur Behandlung der Sialolithiasis

Meeting Abstract

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  • corresponding author Pamela Zengel - Klinikum Großhadern, München
  • Suna Schmitz - HNO, Klinikum Großhadern, München
  • Vanessa Siedek - HNO, Klinkum Großhadern, München
  • Stephan Lang - HNO, Campus Lübeck, Lübeck

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod674

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod674.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Zengel et al.
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Gliederung

Text

Die extrakorporale Stosswellenlithotripsie (ESWL) ist eine minimalinvasive, nebenwirkungsarme Therapieform, die ihren festen Platz in der Sialolithiasis-Behandlung eingenommen hat.

Ziel war es, eine retrospektive statistische Analyse von 162 Sialolithiasis-Patienten durchzuführen, die in unserer Klinik im Zeitraum von Januar 1999 bis Oktober 2005 ambulant mit ESWL behandelt wurden. Dabei wurden Patientenakten und sonographisches Bildmaterial ausgewertet und ein strukturierter Fragebogen versendet, der von 92 % der befragten Patienten vollständig ausgefüllt zurück geschickt wurde.

Die Glandula submandibularis war bei 128 (79%) Patienten und die Glandula parotis bei 34 (21%) Patienten betroffen. Die durchschnittliche Steingröße betrug 5,94mm, im Schnitt wurden 4,4 Sitzungen benötigt. Durch die ESWL konnte beim größten Teil der Patienten ein operativer Eingriff vermieden werden. Nach Abschluß der Therapie waren 23% der Patienten stein- und beschwerdefrei sowie 38% beschwerdefrei bei weiterhin sonographisch nachweisbarem Konkrement. Eine Besserung der Beschwerden trat bei 25% der Patienten ein. Bei 14% zeigte sich keine Besserung, so dass eine operative Intervention durchgeführt werden musste. Nebenwirkungen, die während der ESWL auftraten, äußerten sich hauptsächlich in Form von Schmerzen unterschiedlicher Intensität. Nach einem mittleren follow-up Zeitraum von 42 Monaten waren von den initial beschwerdefreien Patienten (n=90) weiterhin 79 % beschwerdefrei.

Bei sonographisch gut lokalisierbaren, intraglandulären und ostiumfernen Speichelsteinen bevorzugen wir die ESWL, nicht zuletzt da das Risiko einer ernsthaften Komplikation bei einer operativen Drüsenentfernung um ein Vielfaches höher ist als bei der Anwendung von extrakorporalen Stosswellen.