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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Primäre Tumoren des Nervus facialis im tympanalen Abschnitt – Darstellung anhand eines klinischen Falls

Meeting Abstract

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  • corresponding author Eike Scholz - HNO-Klinik, Halberstadt
  • Jörg Langer - HNO-Klinik, Halberstadt
  • Klaus Begall - HNO-Klinik, Halberstadt

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod665

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod665.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Scholz et al.
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Gliederung

Text

Primäre Tumoren des N. facialis sind selten. Histopathologisch nehmen die Neurinome mit bis zu 90 % den größten Anteil ein. Am häufigsten finden sich Fazialisneurinome im intratemporalen Abschnitt des Nerven. Noch wesentlich seltener sind das neurogene Sarkom, das Neurofibrom und der Granularzelltumor.

Im Jahr 2004 wurde unserer Klinik ein 49 jähriger Patient mit einer peripheren Fazialisparese rechts zugewiesen. Die Anamnese des Patienten ergab eine rezidivierende Parese des rechtsseitigen Nervus facialis in den vergangenen Jahren. Im Jahr 1998 wurde bei diesem Patienten eine Mastoidektomie mit Fazialisdekompression wegen einer Mastoiditis und einer peripheren Fazialisparese durchgeführt.

Bei der stationären Aufnahme des Patienten in unsere Klinik führten wir im Anschluss an die ausführlichen topodiagnostischen Untersuchungen eine Computertomografie der Felsenbeinregion durch. Hier fand sich eine Weichteilvermehrung im Mittelohr, die im Rahmen einer diagnostischen Tympanotomie und Probeexzision histopathologisch als Fazialisneurinom diagnostiziert wurde. Der Tumor zeigte eine Ausdehnung von 8 mm und war auf den tympanalen Abschnitt des N. facialis beschränkt. Es erfolgte die vollständige chirurgische Resektion und eine Nervenrekonstruktion mit einem Interponat des Nervus auricularis magnus.

Da die Symptome primärer Tumoren des Nervus facialis vielfältig sein können und spezifische Symptome fehlen, ist in diesen Fällen eine umfangreiche Diagnostik besonders wichtig.