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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Erfahrungen mit einem optischen Navigationssystem im klinischen Routineeinsatz

Meeting Abstract

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  • corresponding author Thoralf Stange - HNO-Klinik, Lukaskrankenhaus Neuss, Neuss
  • Hans-Jürgen Schultz-Coulon - HNO-Klinik, Lukaskrankenhaus Neuss, Neuss

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod596

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod596.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Stange et al.
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Gliederung

Text

Für die Nasennebenhöhlenchirurgie stehen seit einigen Jahren moderne Navigationssysteme für den Einsatz in der täglichen Routine zur Verfügung. Die Hauptanforderungen bestehen aktuell in einer bedienerfreundlichen Praktikabilität, einer großen Zuverlässigkeit und der hohen intraoperativen Genauigkeit. Die Beurteilung dieser Geräte kann meist nicht im Rahmen einer kurzen Probestellung geleistet werden, sondern erst nach mehrmonatigem Einsatz in der klinischen Routine.

In der vorliegenden Arbeit sollen die praktischen Erfahrungen mit der StealthStation® Treon HNO plus (Medtronic Navigation, USA) in der mikroendoskopischen Nasennebenhöhlenchirurgie vorgestellt werden. Es handelt sich dabei um ein optoelektrisches Navigationssystem, welches sowohl eine aktive als auch eine passive Navigation ermöglicht. Neben dem Informationszugewinn aus der Navigation werden insbesondere die Erfahrungen mit der Praktikabilität des Systems bei insgesamt 132 Operationen (davon 68 Revisionen) beschrieben.

In allen Fällen konnte mit einer Vorbereitungszeit von 4,5 Minuten ohne Soft- oder Hardwareprobleme navigiert werden. Die Systemgenauigkeit betrug im Mittel 1,3 mm. In einem Fall mußte eine erneute Referenzierung durchgeführt werden, da sich der Stirnkranz verschoben hatte. Bei 36 Operationen (27,3 %) wurde die Navigation vom Operateur als nicht notwendig, bei 80 Operationen (60,6 %) als hilfreich und bei 16 Operationen (12,1 %) als unbedingt notwendig eingeschätzt.

Die intraoperative Navigation ist insbesondere bei durch Voroperationen veränderter Anatomie eine erhebliche Unterstützung für den Operateur. Das verwendete System eignet sich für die klinische Routine und kann ohne bedeutenden zeitlichen Mehraufwand in den Operationsablauf integriert werden.