gms | German Medical Science

77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Monaurale Surditas bei N. vestibulocochlearis-Mißbildung links

Meeting Abstract

  • corresponding author Oliver Goldschmidt - UK Aachen, Phoniatrie u. Pädaudiologie, Aachen
  • Katrin Goldschmidt - UK Aachen, Phoniatrie u. Pädaudiologie, Aachen
  • Christiane Neuschaefer-Rube - UK Aachen, Phoniatrie u. Pädaudiologie, Aachen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod449

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod449.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Goldschmidt et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Bei monauralen oder binauralen kindlichen Hörstörungen sind neben der pädaudiologischen Diagnostik und Behandlung weitere kinderärztlich-kinderneurologische Untersuchungen erforderlich. Dazu gehört die Bildgebung des Schädels (MRT, CCT). Die Notwendigkeit dieser Untersuchungen wird nicht nur von den Eltern der Patienten häufig angezweifelt, da sie mit zeitlichem Aufwand und oft Sedierung der nicht selten mehrfach behinderten Kinder verbunden sind. Um die Bedeutung der weiterführenden Diagnostik aufzuzeigen, berichten wir über die Entwicklung und pädaudiologische Behandlung eines linksseitig surden Jungen. Der Patient wurde im Jahr 2000 in der 32. Schwangerschaftswoche geboren und im Alter von 13 Monaten erstmals pädaudiologisch in Aachen wegen des Verdachts auf das Vorliegen einer einseitigen Hörstörung links vorgestellt. Die sich bestätigende linksseitige Hörstörung des Patienten wurde daraufhin apparativ versorgt. Im Alter von 18 Monaten wurde zudem erstmals die Bildgebung des Schädels empfohlen. Die Eltern berichteten im Folgenden bei den Kontrolluntersuchungen vom ausbleibenden Hörgewinn durch die Hörhilfe. Der Junge zeigte zudem Gleichgewichtsstörungen und eine anfänglich ausgeprägte bis zum Jahr 2005 noch leichte Sprachentwicklungsverzögerung, die weiterhin mit Erfolg logopädisch behandelt wird. Das bei den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen immer wieder empfohlene MRT wurde schließlich im August 2004 durchgeführt, wobei eine Mißbildung des linksseitigen Nervus vestibulocochlearis sowie ein hypoplastisch angelegter Meatus acusticus internus links festgestellt wurden. Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung der bildgebenden Diagnostik für die adäquate pädaudiologische Behandlung und apparative Versorgung bei kindlichen Hörstörungen.