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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Interdisziplinäres Management von Orbitatumoren

Meeting Abstract

  • corresponding author Hendrik Berssenbrügge - Klinik und Poliklinik für HNO Universitätsklinikum Münster, Münster
  • Sabine Jörg - Klinik und Poliklinik für HNO, Münster
  • Wolfgang Stoll - Klinik und Poliklinik für HNO, Münster
  • Claudia Rudack - Klinik und Poliklinik für HNO, Münster

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod445

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod445.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Berssenbrügge et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das Spektrum raumfordernder Prozesse der Orbita umfasst eine Vielzahl tumoröser oder inflammatorischer Veränderungen. Die endgültige Diagnose eines intraorbitalen Tumors kann nur aus der histologischen Untersuchung hervorgehen. Der Zugang zur notwendigen Biopsie ist anspruchsvoll und muss individuell festgelegt werden.

Ziel: Durch die Untersuchung sollte die Häufigkeit der verschiedenen Tumorentitäten sowie die interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung von Orbitatumoren dargestellt werden.

Methodik: Retrospektiv wurden die diagnostischen und therapeutischen Schritte bei 43 Patienten, die an einem intraorbital lokalisierten Tumor operiert wurden, analysiert und zu einem Konzept zusammengefasst. Berücksichtigt wurden dabei die Symptome der Patienten, die radiologische Diagnostik, der operative Zugangsweg und die histologische Diagnose.

Ergebnisse: Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 47,6 Jahre und variierte nicht zwischen den Untergruppen mit malignen oder benignen Tumoren. Auffällig wurden etwa 80% der Patienten durch eine protrusio bulbi; andere Symptome waren dagegen deutlich seltener zu verzeichnen. Die Unterschiede in der Symptomatik, der radiologischen Diagnostik und der Lokalisation für maligne oder benigne Prozesse wiesen dabei keine signifikanten Differenzen auf. Maligne und benigne Tumore waren mit einer Realtion von etwa 1 zu 2 vertreten.

Fazit: Eine histologische Diagnose intraorbitaler Tumore ist auzustreben, da klinische und radiologische Befunde keine hinreichende Sicherheit bei der Beurteilung der Dignität ermöglichen. Bei sorgfältiger Vorbereitung des Eingriffs kann jedoch nicht selten ein einzeitiges Vorgehen unter Kombination diagnostischer und therapeutischer Schritte gewählt werden.