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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Konfokale Laser Scanning Mikroskopie des Kehlkopfkarzinoms und seiner Vorstufen – eine ex vivo Studie

Meeting Abstract

  • corresponding author Tino Just - Univ.-HNO-Klinik, Rostock
  • Joachim Stave - Univ.-Augen-Klinik, Rostock
  • Carsten Boltze - Institut für Pathologie, Rostock
  • Andreas Wree - Institut für Anatomie, Rostock
  • Burkhard Kramp - Univ.-HNO-Klinik, Rostock
  • Rudolf Guthoff - Univ.-Augen-Klinik, Rostock
  • Hans Wilhelm Pau - Univ.-HNO-Klinik, Rostock

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod383

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod383.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Just et al.
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Gliederung

Text

Die konfokale Laser Scanning Microscopy (LSM) liefert Informationen aus Epitheltiefen bis 0,5 mm. Ziel dieser ex vivo-Pilotstudie war es, die Anwendbarkeit dieser Methode für die Diagnostik des Kehlkopfkarzinoms und seiner Vorstufen zu prüfen.

Die Untersuchungen wurden an 43 Larynxpräparaten von 26 Patienten (Alter: 35 bis 61 Jahre, durchschnittliches Alter: 51,9 ± 9,5 Jahre; 7 Frauen und 19 Männer), die sich im Zeitraum von Februar bis November 2005 einer Mikrolaryngoskopie wegen Larynxschleimhautveränderungen jedweder Genese unterzogen haben, vorgenommen. Die LSM-Befunde (Videos und Einzelbilder) wurden mit denen gesunder Larynxepithelien (Voruntersuchungen) und den histologischen Befunden verglichen. Folgende Kriterien wurden zur Charakterisierung der Malignität herangezogen: Vergrößerte und unterschiedlich geformte Zellen, Zellkluster, erhöhte Kern-Plasma-Relation, irreguläre Zellarchitektur, Verlust der Zellgrenzen.

Die LSM ermöglicht die Darstellung der Basalzellschicht des Stimmlippenepithels, des Reincke-Raumes, des subepithelialen Raumes sowie dessen Gefäße. Ferner läßt sich das respiratorische Epithel der Supraglottis abgrenzen.

Unter Verwendung der festgelegten Malignitätskriterien wurde für die Differenzierung von Dysplasie und benignen Tumoren vom Karzinom eine Sensitivität von 72.7% und eine Spezifität von 82,9% ermittelt.

Mit der LSM wird eine Eindringtiefe bis zum subepithelialen Raum erreicht. Eine Differenzierung zwischen Entzündung, Dysplasie und Karzinom ist möglich. Die LSM stellt eine neue Technologie dar, die für den in vivo-Einsatz vorbereitet wird.