gms | German Medical Science

77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Intrabulläre Applikation von neu entwickelten Knochenersatzmaterialien beim Meerschweinchen

Meeting Abstract

  • corresponding author Christoph Punke - HNO-Klinik der Univ.-Rostock, Rostock
  • Torsten Zehlicke - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf und Halschirurgie, Rostock
  • Carsten Boltze - Institut für Pathologie, Rostock
  • Steffen Dommerich - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf und Halschirurgie, Rostock
  • Hans Wilhelm Pau - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf und Halschirurgie, Rostock

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod282

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod282.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Punke et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Eine offene Mastoidhöhle kann zu verschiedenen Problemen führen. Die Obliteration dieser stellt seit langem eine Herausforderung dar. Verschiedene Eigenmaterialien bzw. Fremdstoffen wie z.B.Hydrooxylapatit- und Trikalziumphosphatkeramik wurden zur Höhlenverkleinerung bereits verwandt. Neue, im Sol-Gel-Verfahren auf Kalziumphasphatbasis und Siliziumoxid gewonnene Materialien (Nano-Bone®) wurden bereits klinisch zur Knochenregeneration eingesetzt. Der Vorteil dieser neuen Materialien liegt – wie tierexperimentell nachgewiesen – in einer sehr guten Osteokonduktivität bei verbessertem Resorptionsverhalten. Andere Materialien wie z.B. Bio-Oss®, ein hoch poröses natürliches Knochenmineral, wiesen ähnliche positive Eigenschaften auf. Es gilt zu prüfen, ob die angegebenen Vorteile dieser neuen Materialien auch in der Mastoidchirurgie nutzbar sein könnten und somit die Diskussion um eine Höhlenobliteration neu beleben könnten. Am Tiermodel sollte geprüft werden, wie die neu entwickelten Materialien durch Ihre Porenstruktur die Ablagerung von körpereigenen Eiweißen und damit die Osteoneogenese beeinflussen. Dazu wurde an 30 narkotisierten Meerschweinchen die Bulla eröffnet und nach Entepithelisierung die eine Seite mit Nano-Bone® und die Gegenseite mit Bio-Oss® aufgefüllt. Die Entnahme der Bulla erfolgte jeweils an 5 Tieren nach einer, zwei, drei, vier, fünf und zwölf Wochen. In der histologischen Aufarbeitung wurde die Osteoblasten/klastentätigkeit bzw. die Osteoneogenese der verschiedenen Gruppen verglichen. Im Bereich der Narbe und der Bulla wurde das Gewebe auf Entzündungsreaktionen untersucht. Die Ergebnisse zeigen ermutigende Eigenschaften der neuen Materialien, so dass ihr Einsatz in der Ohrchirurgie durchaus sinnvoll erscheint.