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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Die Wirkung von exogenem TGF-β1 auf akute Trommelfellperforationen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Holger Kaftan - Univ.-HNO-Klinik, Greifswald
  • Michael Herzog - Univ.-HNO-Klinik, Greifswald
  • Bärbel Miehe - Institut für Anatomie, Greifswald
  • Werner Hosemann - Univ.-HNO-Klinik, Greifswald

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod264

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod264.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Kaftan et al.
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Gliederung

Text

Trommelfellperforationen stellen ein typisches otologisches Problem dar. Sie sind das Resultat z.B. eines Traumas oder einer Entzündung. Obwohl die meisten Perforationen spontan heilen, unterbleibt in einigen Fällen diese Heilung. Wenig ist über die Ursachen bekannt, warum manche Perforationen persistieren.

Untersuchungen zeigten, dass sich im Gegensatz zu anderen Wachstumsfaktoren der Wachstumsfaktor TGF-β1 am Perforationsrand von chronischen Trommelfellperforationen deutlich darstellte, bei normalen Trommelfellen jedoch nicht nachweisbar war. Dies führte zu der Vermutung, dass TGF-β1 eine bedeutende Rolle in der Pathogenese chronischer Trommelfellperforationen spielt.

Mit der vorliegenden Studie sollte untersucht werden, ob durch die topische Applikation von exogenem TGF-β1 auf traumatisch perforierte Trommelfelle deren Verschluss verhindert wird.

Bei 20 Ratten wurden beide Trommelfelle perforiert. Anschließend wurden bei zehn dieser Tiere eine Einzeldosis TGF-β1 auf das linke Trommelfell aufgebracht. Bei den verbleibenden zehn Tieren wurden höhere Dosen von TGF-β1 wiederholt appliziert. Auf die rechten Trommelfelle wurde nur das Trägermedium appliziert. Die Trommelfelle wurden über 5 Wochen kontrolliert. Die Wirkung von TGF-β1 auf die Trommelfellheilung wurde an Hand des Trommelfellverschlusses und der Histologie beurteilt.

Die einmalige Applikation von TGF-β1 führte zu keiner Verzögerung der Wundheilung, wiederholte Applikationen zu einem beschleunigten Verschluss und einer deutlichen Dickenzunahme des Trommelfells.

Die topische Applikation von TGF-β1 führte bei traumatischen Trommelfellperforationen nicht zur Bildung chronischer Perforationen.