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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Fibrinogen und Protein C/S als Risikofaktoren des akuten Hörsturzes

Meeting Abstract

  • corresponding author Daniel Weiss - HNO Universitätsklinikum Münster, Münster
  • Michael Walter - UK Münster / Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin, Münster
  • Alexis Bremer - HNO Universitätsklinik Münster, Münster
  • Wolfgang Stoll - HNO Universitätsklinik Münster, Münster
  • Claudia Rudack - HNO Universitätsklinik Münster, Münster

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod209

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod209.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Weiss et al.
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Gliederung

Text

Als Risikofaktoren für Blutgerinnungsstörungen und thrombembolische Ereignisse sind Polymorphismen des Fibrinogenmoleküls und der Proteine C und S in der Vergangenheit identifiziert worden. Für ein Teil der akuten Hörstürze wird eine Durchblutungsstörung des Innenohrs verantwortlich gemacht. In dieser Studie wurde das Vorliegen der oben genannten genetischen Polymorphismen an einem Kollektiv aus 142 Hörsturzpatienten und einer alters- und geschlechtskorrelierten Gruppe aus 85 Hörgesunden untersucht. Die Fibrinogenpolymorphismen Bcll, A312, HaeIII und Dusart wurden auf einen Zusammenhang zu erhöhten Gesamtfibrinogenwerten untersucht. Neben Fibrinogen wurden als weitere Akute-Phase-Proteine Protein C und S auf eine Korrelation zu den Gesamtfibrinogenwerten näher betrachtet. In der Hörsturzgruppe waren die Fibrinogenwerte gegenüber der Kontrollgruppe signifikant erhöht. Unterschiedliche Genotypen konnten für Bcll, A312 und HaeIII identifiziert werden. Für Dusart lag bei allen untersuchten Personen der Wildtyp vor. Eine positive Korrelation zwischen erhöhten Fibrinogenwert und Polymorphismus zeigte sich nur für Bcll. Dies gilt für beide untersuchten Kollektive. Bei der Betrachtung der Mutationen der Proteine C und S ließ sich kein gerichteter Einfluss auf die Höhe des Fibrinogenwertes erkennen. Die Bedeutung erhöhter Fibrinogenwerte bei Patienten mit akutem Hörsturz kann durch die untersuchten Polymorphismen nicht beantwortet werden, zumal ein Zusammenhang mit anderen Akute-Phasen-Proteinen unwahrscheinlich erscheint.