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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Intrazellulär persistierende Staphylokokken in nasalen Epithelzellen-Ursache für die chronische Rhinosinusitis?

Meeting Abstract

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  • corresponding author Claudia Rudack - HNO-Klinik, UK Münster, Münster
  • Florian Sachse - HNO-Klinik, UK Münster, Münster
  • Karsten Becker - Institut für Mikrobiologie, UK Münster, Münster
  • Christof von Eiff - Institut für Mikrobiologie, UK Münster, Münster

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod157

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod157.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Rudack et al.
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Gliederung

Text

Die Bedeutung der Staphylokokken-Kolonisation und der intrazellulär persistierenden Staphylokokken (Small colony variants SCVs) in der Nasenschleimhaut ist für eine mögliche Chronifizierung der Rhinosinusitis bislang nicht geklärt.

Das Ziel der Untersuchung ist, das mikrobiologische Profil der chronischen Rhinosinusitis im Gewebe selbst zu bestimmen und experimentell die Persistenz verschiedener intrazellulär lebender Staphylokokken-Laborstämme in nasalen Epithelzellen nachzuweisen.

Hierzu wurden Nasenpolypen und nicht-polypöses chronisch entzündliches Gewebe aus den Nasennebenhöhlen von Patienten (N=36 NP und N=35 ohne NP) umfangreich klassisch-bakteriologisch kulturell, mittels Thermonuclease Gen-Testung und mittels 16S rDNA Sequenz-Analyse untersucht. Der immunhistochemische Nachweis der SCVs in nasalem Gewebe erfolgte über eine konfokale Lasermikroskopie. Zum Nachweis der S. aureus-Persistenz in nasalen Epithelzellen wurden diese mit der isogenen hemB-Mutante III33 des S. aureus Newmann D2C Elternstamms koinkubiert.

Bei keiner der beiden Patientengruppen wurde ein signifikanter Unterschied in dem mikrobiologischem Profil (S. aureus, S. epidermidis und Corynebakterien) nachgewiesen. Mittels der konfokalen Lasermikroskopie ließen sich einige intrazellulär wachsende Bakterien im Epithel beider Patientengruppen lokalisieren . Für die hemB-Mutante (Laborstamm SCV) wurde eine im Vergleich zum Elternstamm höhere Persistenz in nasalen Epithelzell-Kulturen bestimmt.

Sowohl in vivo als auch in vitro wurde die Persistenz von intrazellulären Bakterien in nasalen Epithelzellen nachgewiesen. In weiteren Versuchen gilt es nun, die funktionelle Bedeutung von SCVs für die Immunmodulation zu untersuchen.