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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Manometrische und klinische Verlaufsbeobachtungen bei Patienten mit primären nicht klassifizierbaren Motilitätsstörungen der Speiseröhre

Meeting Abstract

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  • corresponding author Björn Göpel - Uni-HNO-Klinik Mannheim, Mannheim
  • Volker F. Eckardt - Deutsche Klinik für Diagnostik, Wiesbaden
  • Haneen Sadick - Uni-HNO-Klinik Mannheim, Mannheim
  • Karl Hörmann - Uni-HNO-Klinik Mannheim, Mannheim

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod089

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod089.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Göpel et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Primäre nicht klassifzierbare Motilitätsstörungen der Speiseröhre sind die bisher am wenigsten untersuchten primären ösophagealen Motilitätsstörungen. Über mögliche Ursachen ihrer Entstehung, sowie ihren klinischen und histopathologischen Verlauf ist bisher wenig bekannt.

Methoden: Die vorliegende Untersuchung geht dem Verlauf von Patienten mit primären nicht klassifizierbaren Motilitätsstörungen der Speiseröhre nach, bei denen zwischen dem 01.01.1980 und dem 02.01.2003 diese Diagnose manometrisch gestellt wurde. Für die vorliegende Arbeit wurden Daten von insgesamt 76 Patienten ausgewertet.

Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass sich bei etwa der Hälfte der Patienten aus der primären nicht klassifizierbaren Motilitätsstörung der Speiseröhre eine Achalasie entwickelt, bei einem Drittel der Patienten bleibt die initiale Motilitätsstörung unverändert bestehen, ca. 10% erleben eine Regression der Erkrankung zum manometrischen Normalbefund. Jüngere Patienten weisen signifikant häufiger eine Progression der initialen Motilitätsstörung in eine Achalasie auf, während bei älteren Patienten signifikant seltener ein Fortschreiten der Bewegungsstörung zu beobachten ist.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse der vorliegenden Studie unterstützen die Hypothese, dass es sich bei primären nicht klassifizierbaren Motilitätsstörungen der Speiseröhre um eine heterogene Gruppe von Erkrankungen handelt, die zum Teil mit den klassischen primären Motilitätsstörungen wie z.B. der Achalasie in sehr enger verwandtschaftlicher Beziehung stehen und in anderen Fällen einen natürlichen degenerativen Prozess der alternden Speiseröhre darstellen.