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77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

24.05. - 28.05.2006, Mannheim

Polyposis nasi und Aspirinintoleranz: Verlaufskontrolle bei Patienten nach adaptiver Desaktivierung

Meeting Abstract

  • corresponding author Franziska Braunschweig - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Klinikum Großhadern und Inn, München
  • Matthias Kramer - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Klinikum Großhadern und Inn, München
  • Hjalmar Hagedorn - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Klinikum Großhadern und Inn, München
  • Günter Menz - Hochgebirgsklinik Davos-Wolfgang, Davos Wolfgang, Schweiz
  • Andreas Leunig - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Klinikum Großhadern und Inn, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 77. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. Mannheim, 24.-28.05.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06hnod002

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2006/06hnod002.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2006

© 2006 Braunschweig et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Grundlagen der Aspirin-Trias mit Polyposis nasi, intrinsischem Asthma bronchiale und Analgetikaintoleranz sind noch nicht vollständig geklärt. Bisherige Untersuchungen lassen auf eine Pathologie im Arachidonsäurestoffwechsel als mögliche Ursache schließen. Studien haben gezeigt, dass eine Analgetikadesaktivierung, bei der eine Toleranz gegen Analgetika (NSAR) erzeugt werden kann, eine Prophylaxe für die Rezidivpolyposis darstellt und asthmatische Symptome verbessern kann.

Methode: Von 33 Patienten unserer Klinik ab März 2004 bis laufend, bei denen eine Rezidivpolyposis in Kombination mit einer Analgetikaintoleranz und/oder Asthma bronchiale diagnostiziert wurde, unterzogen sich 15 Patienten einer adaptiven Desaktivierung, u.a. in der Hochgebirgsklinik Davos-Wolfgang. Es wurde eine Erhaltungsdosis von 500 mg/Tag angestrebt. Die Patienten hatten sich zuvor durchschnittlich 3 Nasennebenhöhleneingriffen unterzogen. Die Verlaufskontrolle erfolgt neben klinischen Parametern mithilfe eines Fragebogens zur Beurteilung der Lebensqualität.

Ergebnisse: Die bisherigen Ergebnisse zeigen einen positiven Therapieerfolg sowohl in Bezug auf die klinischen Parameter als auch in Hinblick auf die verbesserte Lebensqualität der Patienten. Im Folgenden planen wir, eine in-vitro-Diagnostik durchzuführen, um auch zusätzlich objektive Daten zu gewinnen und auswerten zu können.

Schlussfolgerung: Die adaptive Desaktivierung scheint nicht nur, wie bereits vielfach publiziert, klinisch zu einer Symptomverbesserung zu führen, sondern sich auch positiv auf die Lebensqualität der Patienten auszuwirken. Sie stellt bei Patienten mit Rezidivpolyposis und hiermit bestehendem Verdacht auf eine Analgetikaintoleranz eine erfolgsversprechende Therapieoption dar.