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15. Grazer Konferenz – Qualität der Lehre: Teaching and Learning – Expanding our Resources

28. - 30. April 2011 Wien, Österreich

Training im Themengebiet: "Geburtshilfliche Notfälle": Evaluationsstudie zur Beurteilung der didaktisch – pädagogischen Effizienz einer Fortbildungsveranstaltung

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  • corresponding author Helene Lercher - Clinical Obstetric Research Unit and Academical Network Graz/Klagenfurt, Österreich
  • author Dietmar Schlembach - Medizinischen Universität Graz, Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Graz, Österreich
  • author Manfred G. Mörtl - Clinical Obstetric Research Unit and Academical Network Graz/Klagenfurt, Österreich

15. Grazer Konferenz – Qualität der Lehre: Teaching and Learning – expanding our resources. Wien, Österreich, 28.-30.04.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc11grako26

DOI: 10.3205/11grako26, URN: urn:nbn:de:0183-11grako263

Veröffentlicht: 25. April 2012

© 2012 Lercher et al.
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Gliederung

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Hintergrund: Training in geburtshilflichen Notfällen bildet eine Grundlage zur Gewährleistung einer ergebnisorientieren Patientenversorgung. Die Implementierung von Training in diesem Kontext ist in der postpromotionellen Ausbildung sowie in der klinischen Praxis im deutschsprachigen Raum nicht etabliert.

Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es, die didaktische Qualität der Wissensvermittlung im Rahmen eines Intensiv-Workshops zum Thema „Postpartum Hemorrhage“ zu messen, um daraus den Wert der Veranstaltung als Aus-, und Fortbildungsinstrument zu erfassen.

Methodik: Durch wiederholde Teilnehmerbefragungen unter Verwendung differenzierter Evaluierungswerkzeuge wurde, neben der üblichen Kongressevaluation mittels „historisch standardisierter“ Befragungsbögen, der Praxisbezug der Veranstaltung sowie der Wissensstand vor-, bzw. der Wissenszuwachs der Teilnehmer nach Absolvierung des Workshops anhand von Testfragen, welche inhaltliche auf die Kongressthematik abgestimmt waren, erfasst.

Ergebnisse: Von den 174 Teilnehmern mit kontinuierlicher Anwesenheit über die gesamte Länge der Veranstaltung beteiligten sich 60 Personen an der Kongressevaluation, 95 unterzogen sich beiden Wissenschecks. Dabei wurde der „Intensiv-Workshop Postpartum Hemorrhage“ in seiner Gesamtheit subjektiv als „Sehr Gut“ empfunden (Durchschnittsbewertung: 1,6). Die objektive Messung des Wissenszuwachses im Vergleich Prä- und Posttest ergab einen durchschnittlichen Wissensgewinn von 5,8%. Dieses Ergebnis spiegelt die erhebliche Diskrepanz zwischen subjektiver Einschätzung und ergebnisorientierter Messung hinsichtlich der Wissensvermittlung wieder.

Schlussfolgerung: Um einen Teil der „Mediziner orientierten Veranstaltungen“ in Zukunft vom „Event“ in Richtung Vermittlung von klaren, praxisorientierten Richtlinien und Schlüsselbotschaften zu überführen, sind neue Ansätze der Wissensvermittlung und Trainingsabläufe bereits in der Organisation dieser Kongresse umzusetzen. Die Vorgehensweise, die inhaltliche Thematisierung der Beiträge vor den Kongress zu verlegen, um dann ausschließlich bereits formulierte Konzepte auf Basis einer EBM zu liefern, ermöglicht es, die Diskussionsinteraktionen im Rahmen der Veranstaltung auf das reine Verständnis der Inhalte zu fokussieren. Streng an die Vorträge adaptierte „Hands-On“ - Trainingseinheiten könnten neben der Festigung des Wissens der Implementierbarkeit der Inhalte in die klinische Praxis dienen.