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MAINZ//2011: 56. GMDS-Jahrestagung und 6. DGEpi-Jahrestagung

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V.
Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie e. V.

26. - 29.09.2011 in Mainz

Tumordokumentation am Universitäts KrebsCentrum Dresden (UCC): ein Register – mehrere Funktionen

Meeting Abstract

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  • Martina Haufe - Universitätsklinikum Dresden, Dresden
  • Henriette Fritsche - Universitätsklinikum Dresden, Dresden
  • Anke Rentsch - Universitätsklinikum Dresden, Dresden
  • Stefanie J. Klug - Universitätsklinikum Dresden, Dresden

Mainz//2011. 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds), 6. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi). Mainz, 26.-29.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gmds550

DOI: 10.3205/11gmds550, URN: urn:nbn:de:0183-11gmds5509

Veröffentlicht: 20. September 2011

© 2011 Haufe et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das Tumordokumentationssystem (TDS) wurde eigens durch und für das Universitäts KrebsCentrum (UCC) entwickelt. Im TDS werden die Krebspatienten des Universitätsklinikums Dresden zum Zwecke der Diagnostik, Therapie, Qualitätssicherung und Krebsregistrierung dokumentiert. Zusätzlich werden mit dem TDS die interdisziplinären Tumorboards des UCC durchgeführt.

Methoden: Die Durchführung von Tumorboards ist eine Kernaufgabe des UCC. Über die Woche verteilt finden diese interdisziplinären Tumorbesprechungen zu verschiedenen Entitäten statt. Neben den Ärzten der verschiedenen Fachrichtungen fällt den Medizinischen Dokumentationsassistenten eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung, Dokumentation und Nachbereitung der Tumorboards zu. Eine weitere wichtige Aufgabe des TDS ist das Qualitätsmanagement. Aus dem TDS heraus können relevante Patienten per Zufallsstichprobe für die interne Überprüfung der beschlusskonformen Therapie ermittelt werden. Am Universitätsklinikum Dresden etablierte Organzentren können das TDS nutzen, um spezielle Nachsorgeinformationen zu von ihnen behandelten Patienten strukturiert einzupflegen. Außerdem ist es möglich, im TDS erhobene Daten für die zügige Erstellung von Arztbriefen zu übernehmen. Alle Datenbankeinträge und Tumorboardbeschlüsse werden an das Regionale Klinische Krebsregister Dresden (RKKRD) übermittelt, welches ein Einzugsgebiet von 1,2 Mio. Einwohner in der Region Dresden abdeckt. Durch dieses können regionale Aussagen zum Thema Tumorerkrankungen gewährleistet werden.

Ergebnisse: Einige der im Methodenteil erwähnten Beispiele sollen im Detail vorgestellt werden. Dabei soll gezeigt werden, dass eine Datenbank mehrere Funktionen erfolgreich erfüllen kann.

Diskussion: Die zentrale Dokumentation des klinischen Krebsregisters des Universitäts KrebsCentrums Dresden in einer Datenbank bedient mehrere Bereiche zeitgleich und ermöglicht es so, Doppeldokumentation und Mehraufwand zu vermeiden und Fehlerquellen zu reduzieren.