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53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

15. bis 18.09.2008, Stuttgart

Schoolbook – eine universell einsetzbare modulare Wissensbasis

Meeting Abstract

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  • Thomas Kupka - Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Hannover, Deutschland
  • Marianne Behrends - Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Hannover, Deutschland
  • Herbert K. Matthies - Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Hannover, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Stuttgart, 15.-19.09.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. DocP-42

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2008/08gmds228.shtml

Veröffentlicht: 10. September 2008

© 2008 Kupka et al.
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Gliederung

Text

Einleitung und Fragestellung

Bei der Konzeption der Lernplattform Schoolbook [1] war nicht vorhersehbar, wie der spätere Einsatz genau aussehen würde. Lerntheoretische Überlegungen sind hier nicht deduzierbar. Erst durch praktische Erfahrung können Einsatzmöglichkeiten bestimmt werden, welche die Präsenzlehre sinnvoll ergänzen.

Material und Methoden

Für die Realisierung des Schoolbooks wurde ein abstraktes Modell entwickelt, dass auch bei sich ändernden konkreten Anforderungen angewendet werden kann. Die Flexibilität des Systems wird dabei durch Modularisierung von Wissen erreicht. Modularisierung steht allerdings dem Prinzip der Kohärenz entgegen [2]. Zur Lösung dieses Grundproblems stellt das abstrakte Modell eine mikrokosmische und makrokosmische Strukturierung bereit. Durch die mikrokosmische Strukturierung (Abbildung 1 [Abb. 1]) lassen sich Wissenseinheiten in sich strukturieren. Die makrokosmische (Abbildung 2 [Abb. 2]) Strukturierung realisiert ein semantisches Netz [3] von Wissenseinheiten.

Ergebnisse

Im Schoolbooksystem wird nicht von Fällen, Diagnosen, Therapie, Symptome etc. gesprochen, sondern es werden allgemeingültige Strukturmodule wie Seite und Seitenelement eingeführt. Diese Strukturmodule realisieren in den verschiedenen Instanzen des Schoolbooks konkrete Strukturierungen, zum Beispiel in Fälle, Medikamente, Anamnesen, Diagnosen etc., um medizinisches Wissen darzustellen. Durch die semantischen Verknüpfungen lassen sich medizinische Zusammenhänge, wie sie zwischen Symptomen und Erkrankungen oder zwischen Erkrankungen und Medikamenten bestehen, abbilden.

Diskussion

Mit dem Schoolbook ist es gelungen, ein abstraktes Modell der Wissensvermittlung in den konkreten Lehralltag der Hochschule zu integrieren. Die Universalität des Ansatzes sichert dabei die langfristige und situationsungebundene Nutzung, unabhängig der jeweiligen didaktischen Methodenwahl der Lehrenden.


Literatur

1.
Kupka T, Matthies HK. Schoolbook - ein multimediales Lehrbuch mit Autorenfunktionalität. Informatik, Biometrie und Epidemiologie in Medizin und Biologie 2003; 34(4): 414-416.
2.
Seeberg C. Life Long Learning - Modulare Wissensbasen für elektronische Lernumgebungen. Springer-Verlag, Berlin; 2003. S.61.
3.
Lunze J. Künstliche Intelligenz für Ingenieure. Oldenbourg Verlag, München, 1994. 2 Bände. S. 195 ff..