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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Geriatrische Rehabilitation in Rheinland-Pfalz. Strukturen und Ergebnisse

Meeting Abstract

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  • Hartmut Schoenemann - Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz, Mainz

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds913

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds913.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Schoenemann.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Strukturen der geriatrischen Rehabilitation in Rheinland-Pfalz werden vor dem Hintergrund der mittels EVA-Reha® erfassten rehabilitationsrelevanten Ergebnisse und den Rahmenbedingungen des Qualitätssiegels geriatrische Rehabilitation in Rheinland-Pfalz vorgestellt.

Material und Methoden: Geriatrische Rehabilitation in Rheinland-Pfalz findet derzeit in 6 stationären Einrichtungen mit 365 Betten und in 88 tagesklinischen Plätzen statt. Mit dem ATL-18 (funktionaler Selbständigkeitsindex) wurden funktionelle Einschränkungen von Rehabilitanden und mittels CIRS-G (Comorbidity Illness Rating Scale) die Morbidität, jeweils bei Aufnahme und Entlassung, erfasst.

Rehabilitationsrelevanten Daten aller Rehabilitanden in Rheinland-Pfalz werden unter Nutzung des Datenbankprogramms EVA-Reha® des MDK Rheinland-Pfalz dokumentiert und ausgewertet.

Ergebnisse: Im 1.Halbjahr 2006 wurden 2.231 stationäre Rehabilitationsverläufe dokumentiert. Hinsichtlich des rehabilitativen Verlaufs zeigte sich eine deutliche Verbesserung von Mobilität und Selbstständigkeit. Geriatrische Rehabilitanden in RLP wiesen im Mittelwert des ATL-18 einen Anstieg von 63,7 auf 85,7 Punkten auf. Im Durchschnitt hatten die geriatrischen Rehabilitanden in 2 Organsystemen schwerwiegende Beeinträchtigungen. Im Rehabilitationsverlauf zeigte sich eine relevante Verbesserung der Morbidität (Abnahme des CIRS-G von 19,3 auf 15,3).

Diskussion / Schlussfolgerungen: Beim geriatrischen Patienten besteht die Notwendigkeit gleichzeitiger akutmedizinischer Behandlung bzw. Überwachung und rehabilitativer Maßnahmen. Die Analyse der Daten zeigt in beiden Bereichen eine relevante Besserung im Rahmen der geriatrischen Rehabilitation.

Die einrichtungsbezogene Auswertung der Daten ermöglicht den Einrichtungen einen anonymisierten Vergleich untereinander. Im Rahmen des Qualitätssiegels geriatrische Rehabilitation in Rheinland-Pfalz dienen die Daten zugleich der Diskussion zwischen den Beteiligten und werden im Sinne des PDCA-Zyklus genutzt.


Literatur

1.
Weibler U, Zieres G. Geriatrie in Rheinland-Pfalz. IATROS Verlag (2003)
2.
Schoenemann H, Schneider T, Hardt R. Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Geriatrie am Beispiel des Qualitätssiegels Geriatrische Rehabilitation in Rheinland Pfalz. EuroJGer Vol.7 (2005) No.4, Suppl. 3, S.301
3.
EVA-Reha®. Stationäre Geriatrische Rehabilitation in Rheinland-Pfalz, MDK Rheinland-Pfalz, Jahresbericht 2005, Halbjahresbericht 2006
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Hock G, Nosper M. Manual CIRS-G. Cumulative Illness Rating Scale. Skala zur kumulierten Bewertung von Erkrankungen. V.2.1 vom 13.06.2005. MDK Rheinland-Pfalz.