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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Verknüpfung von Prävalenzdaten und Behandlungshäufigkeiten bösartiger Neubildungen

Meeting Abstract

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  • Irene Vanberg - Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Essen
  • Jürgen Stausberg - Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Essen
  • Karl-Heinz Jöckel - Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Essen

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds427

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds427.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Vanberg et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung und Fragestellung / Hintergrund: Im Klinischen Tumorregister am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) werden seit 2002 Patienten mit einer bösartigen Neubildung registriert. Seit 2004 werden regelmäßig Jahresberichte mit Auswertungen über die regionale Verteilung der im UK Essen behandelten und registrierten Patienten erstellt und versandt. Folgende Fragestellung zur Erweiterung des Jahresberichts soll im Folgenden beantwortet werden: Wie kann ermittelt und dargestellt werden, wie viele Patienten mit einer Neubildung im Verhältnis zur Anzahl erwarteter Tumore in einem PLZ-Gebiet im UK Essen behandelt und registriert werden?

Material und Methoden: Die Berechnung der Anzahl erwarteter bösartiger Neubildungen je PLZ erfolgte aus Angaben zur altersspezifischen Prävalenz im Saarland und Bevölkerungsstrukturdaten. Die registrierten Tumore wurden über die aktuellste Anschrift des Patienten einer PLZ zugeordnet. Die Anzahl behandelter Tumore wurde der Anzahl erwarteter Tumoren je PLZ gegenübergestellt.

Die Angaben aus dem Krebsregister Saarland lagen in der ICD-9 vor. Um Verzerrungen bei der Überführung in die ICD-10 auszuschließen, wurden für die Analysen Bereiche ausgewählt, die sowohl in der ICD-9 als auch in der ICD-10 definiert sind.

Ergebnisse: Die aus der Gegenüberstellung resultierende relative Häufigkeit behandelter zu erwarteter Tumore wird getrennt für Männer und Frauen geographisch für das Ruhrgebiet und angrenzende Bezirke dargestellt. Eine Verdichtung der detaillierten Darstellung jeder PLZ erfolgt visuell zu 17 Lokalisationen. 11892 Zellen ohne behandelte Tumore stehen 2086 Zellen mit relativen Häufigkeiten größer 0 gegenüber. Werte größer 30 % finden sich bei 241 Zellen.

Diskussion / Schlussfolgerungen: Daten aus epidemiologischen und klinischen Krebsregistern konnten erfolgreich verknüpft werden, um das Einzugsgebiet des Universitätsklinikums Essen abbilden zu können. Die Unterschiede zwischen ICD-9 und ICD-10 stellen allerdings eine derart gravierende Hürde dar, dass zukünftig zwingend auf eine Gleichschrittigkeit beim Wechsel von ICD-Revisionen in Deutschland geachtet werden sollte. In einer Befragung der klinischen Abteilungen wird aktuell die Akzeptanz des erweiterten Berichtswesens erhoben.

Danksagung: Für die Zurverfügungstellung der Prävalenzdaten danken wir Frau Christa Stegmaier vom Krebsregister Saarland, für die Zurverfügungstellung der Bevölkerungsdaten der Firma GFK Macon.