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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Umfassendes Qualitätsmanagement in der bayerischen Gesundheitsinitiative „Gesund. Leben. Bayern.“ – erste Erfahrungen

Meeting Abstract

  • Veronika Reisig - Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Oberschleißheim
  • Uta Nennstiel-Ratzel - Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Oberschleißheim
  • Julika Loss - Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften, Universität Bayreuth, Bayreuth
  • Christine Eichhorn - Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften, Universität Bayreuth, Bayreuth
  • Wolfgang H Caselmann - Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, München
  • Günther Kerscher - Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, München
  • Manfred Wildner - Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Oberschleißheim

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds323

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds323.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Reisig et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die 2004 auf der Basis der Vorgängerinitiative „Bayern aktiv“ neu konzipierte bayerische Gesundheitsinitiative „Gesund. Leben. Bayern.“ zeichnet sich aus durch Fokussierung auf prioritäre Handlungsfelder und Zielgruppen bei Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention. Betont wird ein ganzheitlicher Ansatz aus Verhaltens- und Verhältnisprävention, wobei Aktionen und Projekte das gesundheitspolitische Handeln der Staatsregierung flankieren. Hinsichtlich der Einzelprojekte wie auch der Gesamtinitiative ist ein umfassendes Qualitätsmanagement eingerichtet.

Methoden: Am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth ein umfassendes Qualitätsmanagement-konzept sowie die Instrumente hierfür entwickelt. Kernbestandteil ist ein standardisiertes Antrags- und Berichtsverfahren, das von einer zentralen Stelle am LGL abgewickelt wird. Auf diese Weise werden alle Projekte von der Antragsstellung über Zwischenberichte bis zum Abschluss- und Selbstevaluationsbericht systematisch begleitet mit der Möglichkeit, qualitätsorientierte Rückmeldungen an die Projektnehmer zu geben. Inhaltliche Details des Qualitätsmanagements auf Einzelprojektebene sind u.a. qualitätsorientierte Förderkriterien wie Evidenzbasierung, Qualitätssicherung, Dokumentation und Evaluation und unterstützende Materialien zur Programmplanung und Strukturbildung. Auf Ebene der Gesamtinitiative beruht das Qualitätsmanagement u.a. auf einer Einbeziehung externer Expertise auf allen Stufen von der Konzeption bis zur externen Evaluation der Initiative.

Ergebnisse: Seit Mai 2005 durchliefen 36 Anträge das Antrags- und Begutachtungsverfahren, 19 davon wurden gefördert. Mit den neu ausgewählten und aus Nachhaltigkeitsgründen aus der Vorgängerinitiative fortgeführten Projekten ergibt sich somit eine Förderung von derzeit 45 Projekten. Aus der standardisierten Bewertung der Anträge und Zwischenberichte können erste Aussagen zur Qualität eingereichter Projekte unter anderem hinsichtlich der Dimensionen Evidenzbasierung, Qualitätssicherungsansatz, Dokumentation und Evaluation bzw. hinsichtlich ihrer Umsetzung abgeleitet werden. Abschluss- bzw. Selbstevaluationsberichte geförderter Projekte liegen noch nicht vor (Stand Februar 2007).

Schlussfolgerung: Die ersten Erfahrungen zeigen die Vorteile eines standardisierten Verfahrens zum Qualitätsmanagement im Rahmen einer Gesundheitsinitiative wie „Gesund. Leben. Bayern.“. Sich daraus ergebende Möglichkeiten für eine weitere Unterstützung des Qualitätsaufbaus in und durch die Gesundheitsinitiative sollen abgeleitet und vorgestellt werden.