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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

Probleme beim Einsatz spezialisierter PACS Systeme für kleinere Krankenhäuser in Forschungsnetzen zu Studienzwecken

Meeting Abstract

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  • Fabian Rakebrandt - Georg-August-Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin, Göttingen
  • Stefan Müller - Georg-August-Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin, Göttingen
  • Ulrich Sax - Georg-August-Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin, Göttingen

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds316

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds316.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Rakebrandt et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung / Hintergrund: Kompetenznetze müssen in Ihrer multizentrischen Arbeit zwischen kostengünstigen Standardprodukten und Spezialanwendungen balancieren. Hierbei entsteht häufig eine Diskrepanz zwischen Anforderungen und Änderungswünschen des Kunden und der Produktentwicklungsstrategie des Herstellers. Gerade PACS Systeme sind unter anderen Gesichtspunkten gestaltet als für eine verteilte Forschungsumgebung notwendig ist, insbesondere in puncto Datenschutz.

Material und Methoden: Dieser Bericht basiert auf eigenen Erfahrungen in verschiedenen Kompetenznetzen mit PACS Herstellern sowie den in Lastenheften formulierten Anforderungen für die Entwicklung einer Studienbilddatenbank.

Ergebnisse: PACS Systeme für kleinere Krankenhäuser sind für eine direkte klinische Nutzung ausgerichtet und verfügen i.d.R. nicht über wichtige Eigenschaften für den Gebrauch in einer Studienlandschaft. Hauptpunkte die in einer Studienumgebung fehlen sind:

1.
Pseudonymisierung der Patienten gem. Datenschutzgesetzen (evtl. unter Zuhilfenahme von externen Programmen; Anwendung verschiedener Regeln, Stufen und Protokollen)
2.
Mandantenfähigkeit des Systems zur Realisierung von Teilprojekten und zum Einsatz in mehreren Netzen
3.
Multizentrenfähigkeit (Rechte/Rollen Konzepte mit Einschränkung der Sichten)
4.
Probleme mit Sicherheitsinfrastruktur zwischen externen Partnern (Firewalls und Proxyserver)
5.
Akzeptanzprobleme eines weiteren Systems neben den bereits vorhandenen Versorgungssystemen
6.
Workflowunterstützung (Doppelauswertungen; Verteilung von Bildern auf Befunder)
7.
Rechtliche Protokollierung von Entscheidungen
8.
Kohortenexport des Bildbestands für Teilprojekte mit evtl. notwendiger zweistufiger Pseudonymisierung

Diskussion / Schlussfolgerungen: Studien in Forschungsnetzen haben Bedarf an Softwarelösungen, die ein hohes Maß an Flexibilität bieten, welche im normalen Behandlungszusammenhang nicht erwartet wird. Standardsoftware kann verwendet werden, muß jedoch ergänzt werden, um den Bedingungen in multizentrischen Studien gerecht zu werden. Hierbei ist man jedoch abhängig vom strategischen Plan des Herstellers und dessen Bereitschaft seine Produktpalette zu erweitern oder gar zu modifizieren.

Diese Arbeit wurde unterstützt durch das Kompetenznetz Angeborene Herzfehler (Förderkennzeichen 01GI0210), das Kompetenznetz Demenzen (Förderkennzeichen 01GI0420/8) und das Forschungsnetz Creutzfeldt-Jakob Krankheit (Förderkennzeichen 01GI0301), gefördert vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).