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Kongress Medizin und Gesellschaft 2007

17. bis 21.09.2007, Augsburg

500k Affymetrix SNP-Array basierte Assoziations-Studie zur Adipositas

Meeting Abstract

  • Günter Brönner - Uni Duisburg-Essen, Essen
  • Anke Hinney - Uni Duisburg-Essen, Essen
  • T. Trang Nguyen - Uni Marburg, Marburg
  • Iris Heid - GSF, Neuherberg
  • Kathrin Saar - MDC, Berlin
  • Peter Nürnberg - Uni Köln, Köln
  • Franz Rüschendorf - MDC, Berlin
  • Caren Volmert - GSF, Neuherberg
  • H.-Erich Wichmann - GSF, Neuherberg
  • Helmut Schäfer - Uni Marburg, Marburg
  • Johannes Hebebrand - Uni Duisburg-Essen, Essen
  • Thomas Illig - GSF, Neuherberg

Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.09.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gmds047

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2007/07gmds047.shtml

Veröffentlicht: 6. September 2007

© 2007 Brönner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung / Hintergrund: Der Anteil übergewichtiger und extrem übergewichtiger Menschen hat in den letzten Jahrzehnten weltweit deutlich zugenommen und zu einem Anstieg teilweise schwerwiegender Begleiterkrankungen wie Typ-2 Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauferkrankungen u.a. geführt. 50-80% der Ausprägung des Körpergewichts kann allein durch genetische Faktoren erklärt werden, die bislang allerdings weitgehend unbekannt sind. Ziel der Arbeit ist die Identifizierung dieser genetischen Faktoren.

Material und Methoden: In einer genomweiten Assoziations-Studie, basierend auf einem 500k Affymetrix SNP-Array, wurden 1644 Individuen der KORA S3 Kohorte auf den Phänotyp BMI (body mass index, als Maß für Übergewicht) untersucht. Die KORA S3 Kohorte basiert auf Teilnehmern einer Bevölkerungsstudie, die von 1999-2001 durchgeführt wurde (KORA; Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg). Die Details der Daten-Auswertung werden im Abstrakt von Nguyen et al. erläutert.

Um, nach der Auswertung der 500k-Arrays, die relevantesten Ergebnisse selektieren zu können, verfolgen wir drei parallele Vorgehensweisen:

1.
Abgleich der Ergebnisse mit einer zuvor durchgeführten genomweiten Kopplungsanalyse, die mit 10k Affymetrix Arrays durchgeführt wurde (siehe Hinney et al.).
2.
Abgleich der Ergebnisse mit Vorbefunden aus Tiermodell-Daten unserer Partner im NGFN2 Adipositas-Netz sowie anderen Daten.
3.
Konfirmationsanalysen der viel versprechendsten Ergebnisse in unabhängigen Kollektiven übergewichtiger Probanden.

Ergebnisse: Nach Auswertung des 500k Scans zeigten 59 SNPs einen korrigierten p-Wert < 0.001. Diese SNPs liegen in 25 Genom-Regionen. Aus dem Abgleich des 10k Kopplungs-Scans und des 500k Assoziations-Scans wurden bislang 23 SNPs weiter analysiert. Darüber hinaus werden im Augenblick SNPs aus 46 Kandidatengenen untersucht.

Diskussion / Schlussfolgerungen: Die oben erwähnten Versuche werden zurzeit durchgeführt bzw. befinden sich in der Auswertung. Da wird in vielen Bereichen Neuland betreten wird, ist eine kontinuierliche Anpassung der Strategien und Qualitätskontrolle erforderlich. Erste positive Ergebnisse werden bereits in unabhängigen Kollektiven weiter verfolgt.