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51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (gmds)

10. - 14.09.2006, Leipzig

Stellenwert von E-Learning in der Allgemeinmedizin (ELA): Ergebnisse einer Delphi-Studie

Meeting Abstract

  • Horst Christian Vollmar - Universität Witten/Herdecke, Witten
  • Andreas Sönnichsen - Universität Salzburg, Salzburg
  • Uta-Maria Waldmann - Universität Ulm, Ulm
  • Cornelia-Christine Schürer-Maly - Universität Witten/Herdecke, Witten
  • Katja Gilbert - Universität Frankfurt, Frankfurt
  • Jochen Gensichen - Universität Frankfurt, Frankfurt

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (gmds). 51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. Leipzig, 10.-14.09.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gmds272

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gmds2006/06gmds335.shtml

Veröffentlicht: 1. September 2006

© 2006 Vollmar et al.
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Gliederung

Text

Einleitung

Hausärzte arbeiten vielfach dezentral und die universitäre Verankerung der Allgemeinmedizin ist nicht flächendeckend. Das Internet und insbesondere netzbasiertes Lernen kann einen wichtigen Beitrag leisten, um die Lehrenden und Lernenden mit neuem Wissen zu versorgen. Im Rahmen des ersten Kongresses für E-Learning in der Allgemeinmedizin (ELA) wurde im Frühjahr 2005 eine zweistufige Delphi-Studie initiiert, um die Erwartungen und Barrieren an ELA zu identifizieren.

Methodik

Im Anschluss an den Kongress erhielten die 60 Teilnehmern einen Fragebogen, in dem sie um ihre Einschätzung zu ELA gebeten wurden. Es kamen sowohl offene als auch geschlossene Fragen zum Einsatz. Die eingegangenen Fragebögen wurden von zwei Autoren (HCV, JG) unabhängig analysiert und die Anmerkungen der Teilnehmer zu Clustern zusammengefasst. Diese Thesen wurden den Teilnehmern in der 2. Runde mit der Anzahl der Nennungen zurückgespiegelt. Der Grad der Zustimmung oder Ablehnung wurde quantitativ erfasst.

Ergebnisse

Die Rücklaufquote lag in der 1. Runde bei 67% (n=40) und bei 60% (n=36) in der 2. Runde. Es konnten in der 1. Runde 36 Thesen durch Clusterbildung ermittelt werden. Der Grad der Übereinstimmung in der 2. Runde schwankte zwischen 8% („E-Learning verdrängt praktische Lehr- und Lernangebote“) und 97% („Notwendigkeit für überzeugende didaktische Konzepte). Mit 28% ebenfalls niedrig war die Übereinstimmung bei „E-Learning kann durch pharmazeutische Unternehmen finanziert werden“. Mit 94% war die Zustimmung noch sehr hoch bei den Items „ELA setzt wichtige Impulse für Fortbildung“, „ELA erhält neue Akzente durch Blended-Learning Konzeptionen“, Notwendigkeit für eine starke Anwenderorientierung“ und „höhere Medienkompetenz der Anwender in fünf Jahren“.

Diskussion

ELA kann einen wichtigen Beitrag für die allgemeinmedizinische Aus-, Fort- und Weiterbildung leisten und sollte in systematischen Forschungsvorhaben evaluiert werden.