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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Rollenspiele mit SimulationspatientInnen in der 3. Woche Medizinstudium? Erfahrungen aus der Propädeutikumswoche "Rückenschmerz" an der MHH

Vortrag

  • corresponding author Thomas von Lengerke - Med. Hochschule Hannover, Medizinische Psychologie, Hannover, Deutschland
  • Volkhard Fischer - Med. Hochschule Hannover, Studiendekanat für Medizin und Aufbau- und Ergänzungsstudiengänge, Hannover, Deutschland
  • Agnieszka Dudzinska - Med. Hochschule Hannover, Studiendekanat für Medizin und Aufbau- und Ergänzungsstudiengänge, Hannover, Deutschland
  • Birgit Kubat - Med. Hochschule Hannover, Studiendekanat für Medizin und Aufbau- und Ergänzungsstudiengänge, Hannover, Deutschland
  • Angelika Kursch - Med. Hochschule Hannover, Forschungs- und Lehreinheit Medizinische Psychologie, Hannover, Deutschland
  • Christina Quandt - Med. Hochschule Hannover, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Hannover, Deutschland
  • Christoph Gutenbrunner - Med. Hochschule Hannover, Klinik für Rehabilitationsmedizin, Hannover, Deutschland
  • Karin Lange - Med. Hochschule Hannover, Forschungs- und Lehreinheit Medizinische Psychologie, Hannover, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocWiP716

doi: 10.3205/12gma263, urn:nbn:de:0183-12gma2632

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 von Lengerke et al.
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Gliederung

Text

Im MHH-Modellstudiengang HannibaL sollen Studierende bereits im "Propädeutikum I" an das ärztliche Gespräch herangeführt werden. Die Lehrveranstaltung "Schmerz erleben–Schmerz erfassen" findet in der Propädeutikumswoche "Rückenschmerz" mit SimulationspatientInnen (SP) statt. Lernziele sind, eine Schmerzanamnese zu kennen und erheben zu können. Dazu besteht in jeder Parallelgruppe (16 Studierende) für 1-2 Studierende die Möglichkeit, eine Schmerzanamnese zu simulieren. Von dieser Möglichkeit machten 2011/2012 47 der 266 Studierenden Gebrauch, die an der Evaluation teilnahmen (Selbstangabe). Diese Studie analysiert, ob die aktive Rollenspielteilnahme subjektiv mit erhöhtem Lernzuwachs verbunden ist. Dazu wurden alle Studierenden befragt, ob der SP-Einsatz hilfreich war, sie die Schmerzanamnesestruktur besser als vor der Veranstaltung kennen, und sie sich nun eher zutrauen, eine Schmerzanamnese zu erheben (5-Punkt-Skalen: "1 stimmt voll und ganz"-"5 stimmt gar nicht"). Während sich die SP-Bewertung seitens der aktiven Studierenden nicht von denen unterschied, die "nur" beobachtet hatten (M=1,96 vs. 2,13, p=.364, Eta²=.02), und sie sich bezüglich der Kenntnisse nur tendenziell unterschieden (M=1,96 vs. 2,30, p=.065, Eta²=.02), berichteten die "Rollenspieler" einen signifikant höheren Zuwachs ihres Zutrauens bezüglich einer Schmerzanamneseerhebung als die "Beobachter" (M=1,82 vs. 2,40, p<.001, Eta²=.05; vgl. Abbildung 1 [Abb. 1]). Dies spricht für die Möglichkeit, bereits in den ersten Wochen des Humanmedizinstudiums mit SP kommunikative Selbstwirksamkeitserwartungen [1], [2] zu stärken.


Literatur

1.
Mavis B. Self-efficacy and OSCE performance among second year medical students. Adv Health Sci Educ. 2001;6(2):93-102. DOI: 10.1023/A:1011404132508 Externer Link
2.
von Lengerke T, Kursch A, Lange K; APG-Teaching Team MHH. The communication skills course for second year medical students at Hannover Medical School: An evaluation study based on students' self-assessments. GMS Z Med Ausbild. 2011;28(4):Doc54. DOI: 10.3205/zma000766 Externer Link