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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Prä-Post-Evaluation eines neu eingeführten interdisziplinären Curriculums mit Hilfe des Progresstest Medizin

Vortrag

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  • corresponding author Matthias Holzer - Klinikum der LMU München, Lehrstuhl für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin, München, Deutschland
  • Martin R. Fischer - Klinikum der LMU München, Lehrstuhl für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin, München, Deutschland
  • Ralf Schmidmaier - Klinikum der LMU München, Med. Klinik IV, München, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV590

doi: 10.3205/12gma222, urn:nbn:de:0183-12gma2225

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Holzer et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Seit dem SoSe 2011 werden die chirurgischen Fächer und die Innere Medizin nicht mehr aufeinanderfolgend getrennt, sondern in einem organbasierten Curriculum ("MeCuM Modul 23“) interdisziplinär unterrichtet. Seit SoSe 2009 ist an der LMU München der Progresstest Medizin (PTM) der Charité Berlin als Instrument für formatives Feedback im Einsatz. In der vorliegenden Studie wurden die Leistungszuwächse bei interdisziplinärem Unterricht mit den Leistungszuwächsen während getrennter Lehre in Chirurgie und Innerer Medizin verglichen.

Methode: Ausgewertet wurden die Progresstests des Sommersemesters 2011 (vor Modul 23) und des Wintersemesters 2011/2012 (nach Einführung von Modul 23). Die je 200 Fragen wurden den Lernzielen der acht Organblöcke zugeordnet und nach dem Vorhandensein klinischer Vignetten klassifiziert.

Ergebnisse: In sieben von acht Organblöcken war die Wirkung des Unterrichts signifikant nachweisbar. In zwei Blöcken waren die Ergebnisse des interdisziplinären Curriculums besser als zuvor. Allerdings unterschieden sich die fächerbezogenen Schwierigkeiten in beiden Tests erheblich. Beim Lösen klinischer Fallfragen zeigte sich kein Unterschied zwischen den Curricula.

Schlussfolgerung: Der Progresstest ist für die Evaluation curricularer Reformen nur bedingt geeignet, da absolute Schwierigkeitsstandards fehlen. Dennoch lassen sich Unterschiede zwischen verschiedenen Kohorten gut darstellen und stellen ein wichtiges Evaluationselement in der Curriculumsgestaltung dar [1], [2].


Literatur

1.
Freye AW, Hemmer PA. Program evaluation models and related theories: AMEE Guide No. 67. Med Teach. 2012;34(5):e288-289. DOI: 10.3109/0142159X.2012.668637 Externer Link
2.
Schmidmaier R, Holzer M, Angstwurm M, Nouns Z, Reincke M, Fischer MR. Using the Progress Test Medizin (PTM) for evaluation of the Medical Curriculum Munich (MeCuM). GMS Z Med Ausbild. 2010;27(5):Doc70. DOI: 10.3205/zma000707 Externer Link