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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Muskelpalpation im Kopf- und Halsbereich – die sinnvolle Vernetzung von Anatomie und Klinik in der Zahnmedizin

Vortrag

  • corresponding author Irmgard Classen-Linke - RWTH Aachen, Institut für Molekulare und Zelluläre Anatomie, Aachen, Deutschland
  • Nicole Rafai - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Klinik für Zahnärztliche Prothetik, Implantologie und Biomaterialien, Aachen, Deutschland
  • Ayichah Hawari - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Institut für Molekulare und Zelluläre Anatomie, Aachen, Deutschland
  • Lieven Kennes - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Institut für Medizinische Statistik, Aachen, Deutschland
  • Stefan Wolfart - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Klinik für Zahnärztliche Prothetik, Implantologie und Biomaterialien, Aachen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV571

doi: 10.3205/12gma198, urn:nbn:de:0183-12gma1980

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Classen-Linke et al.
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Gliederung

Text

Um die Vernetzung vorklinischer und klinischer Lehre in der Zahnmedizin zu verbessern und damit den Lernerfolg zu steigern, wurde ein interdisziplinäres praktisches Seminar zum Thema "Muskelpalpation im Kopf- und Halsbereich“ eingeführt. Das Seminar wurde 2010 im Peer Teaching-Format parallel zum Kopf-Präparierkurs implementiert und 2011 durch eine videobasierte Lernanwendung (eModul) ergänzt. Der Effekt beider Elemente (Seminar, eModul) auf den Lernerfolg der Studierenden wurde dann im Rahmen einer randomisierten Kontrollstudie untersucht.

Insgesamt wurden vier Lehrmethoden miteinander verglichen:

1.
die klassische Vorlesung,
2.
das eModul,
3.
das Peer Teaching-Seminar,
4.
das Peer Teaching-Seminar in Kombination mit dem eModul.

Der Lernerfolg der untersuchten Studiengruppen wurde über einen OSPE gemessen. Im Mittel erzielten die Studierenden, die an dem praktischen Seminar teilgenommen hatten, eine signifikant höhere Punktzahl (107,4±14,4 Punkte) gegenüber denjenigen, die nur die Vorlesung gehört hatten (88,6±26,2 Punkte) bzw. nur mit dem eModul (91,6±31,3 Punkte) gearbeitet hatten (p=0.007). Der Lernerfolg des Seminars wurde durch die Ergänzung mit dem eModul noch weiter gesteigert (121,8±21,8 Punkte).

Das praktische Seminar in Verbindung mit dem eModul stellt somit die optimale Methode zur Vermittlung der definierten Lernziele dar und ermöglicht die direkte Verknüpfung von anatomischem Grundwissen mit klinischen Skills [1], [2], [3].


Literatur

1.
Kieser JA, Herbison GP. Anatomical knowledge and clinical evaluation of the muscles of mastication. Clin Anat. 2000;13(2):94-96. DOI: 10.1002/(SICI)1098-2353(2000)13:2<94::AID-CA4>3.0.CO;2-O Externer Link
2.
Guttmann GD, Ma TP, MacPherson BR. Making gross anatomy relevant to dental students. J Dent Educ. 2003;67(3):355-358.
3.
Wilson DR, Nava PB. Medical student responses to clinical procedure teaching in the anatomy lab. Clin Teach. 2010;7(1):14-18. DOI: 10.1111/j.1743-498X.2009.00349.x Externer Link