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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Involvierung von Studierenden in die Modulplanung des Modellstudiengangs Medizin der Charité - Universitätsmedizin Berlin

Vortrag

  • corresponding author Jan Breckwoldt - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland
  • Oliver Wendt - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
  • Asja Maaz - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland
  • Tanja Hitzblech - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland
  • Harm Peters - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dieter Scheffner Fachzentrum, Berlin, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV537

doi: 10.3205/12gma168, urn:nbn:de:0183-12gma1687

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Breckwoldt et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Studierende erleben das von ihnen studierte Curriculum aus einer spezifischen Eigenperspektive, die eine curriculare Evaluierung hinsichtlich Vollständigkeit, Transparenz der Leistungserwartungen und des Arbeitsumfangs erlaubt. Wenn es in einem Curriculum gelingt selbst-verantwortliches Lernen zu etablieren, haben die Studierenden die höchste Motivationskraft ihr Curriculum zu verbessern. Ihre Perspektive ermöglicht es, sehr direkte und effektive Feedbackschleifen zu etablieren. Wir versuchten daher, die Studierenden möglichst umfassend in die Entwicklung des Modellstudiengangs Medizin der Charité einzubinden.

Methode: In die Planungsphase jedes einzelnen 4-Wochen-Moduls wurde ein Studierender als einer von 4 Modulplanungsvorsitzenden eingesetzt ("studentischer Modulvorsitzender“, StMV). In dieser Funktion war der jeweilige StMV umfassend an der Evaluierung und Revision der Modulstruktur, der spezifischen Lernformate, -inhalte und -ziele beteiligt. Darüber hinaus bildeten Studierende Review-Komitees zur Verbesserung der modulbezogenen MC-Prüfungen.

Ergebnisse: Die curricularen Veränderungsvorschläge wurden von den beteiligten Fakultätsmitgliedern breit akzeptiert und konnten umgehend in das jeweils folgende Semester integriert werden. Die involvierten Studierenden waren von den modulplanenden Fakultätsmitgliedern stets stark akzeptiert. Viele curriculare Veränderungen wurden durch Studierende initiiert mit dem Effekt einer weiteren studentischen Motivierung.

Schlussfolgerung: Die umfassende Einbindung von Studierenden in die Curriculumsplanung und -weiterentwicklung ist umsetzbar und erweitert den Prozess um eine wichtige Perspektive.