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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Allgemeinmedizinische Lehre in Deutschland – gut vorbereitet auf die Änderungen der Ärztlichen Approbationsordnung (ÄAppO)?

Vortrag

  • corresponding author Irmgard Streitlein-Böhme - Medizinische Fakultät Freiburg, Studiendekanat, Freiburg, Deutschland
  • Bert Huenges - Ruhr-Universität Bochum, Abteilung Allgemeinmedizin, Bochum, Deutschland
  • Wilhelm Niebling - Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Lehrbereich Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland
  • Klaus Böhme - Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Lehrbereich Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocV524

doi: 10.3205/12gma155, urn:nbn:de:0183-12gma1555

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Streitlein-Böhme et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Die geplante Änderung der ÄAppO stellt die universitäre Allgemeinmedizin in Deutschland vor die Herausforderung, die Ausbildungskapazitäten für Medizinstudierende in hausärztlichen Praxen für die Blockpraktika sowie für das Wahlfachangebot im Praktischen Jahr (PJ) auszubauen [http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/A/Approbationsordnung_Aerzte/Referentenentwurf_Approbationsordnung_110927.pdf]. Wie ist die Allgemeinmedizin zehn Jahre nach Einführung der derzeitigen ÄAppO bundesweit aufgestellt, welche Bedingungen wurden bereits im Rahmen der letzten ÄAppO-Änderung erfüllt und welches Weiterentwicklungspotential weist sie auf?

Methoden: In einer Kooperation der GMA, der Gesellschaft der Hochschullehrer für Allgemeinmedizin und Deutscher Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin wurde eine bundesweite Erhebung zum Status Quo der allgemeinmedizinischen Lehre in Deutschland durchgeführt.

Ergebnisse: Im Bezugsjahr 2010 wurden in hausärztlichen Praxen bundesweit ca. 10.000 Studierende im Rahmen von Blockpraktika ausgebildet, 316 Studierende absolvierten im gleichen Zeitraum ihr PJ-Wahltertial in der Allgemeinmedizin. Zur Verfügung standen in diesem Zeitraum 1.165 PJ-Plätze, dies entspricht Plätzen für 12% der Studierenden eines Jahrganges. Die Anforderungen an die obligate Strukturqualität dieser Praxen steigen von deren Einsatz im Blockpraktikum zum Einsatz im PJ hin deutlich an. Gleiches gilt für einführende und begleitende didaktische Maßnahmen.

Schlussfolgerung: Die Einführung von Blockpraktika im Fach Allgemeinmedizin wurde standortabhängig sehr unterschiedlich umgesetzt. Dies gilt ebenfalls für das PJ-Wahlfachangebot. Ausbaureserven sind vorhanden, um die Ausbildungskapazitäten entsprechend den Anforderungen zu erweitern.