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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Warum wird plagiiert - studentische Einschätzung

Poster

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  • corresponding author Johannes Schulze - Goethe-Universität Frankfurt/Main, Frankfurt/Main, Deutschland
  • Omid Yousefi - Goethe-Universität Frankfurt/Main, Dekanat des FB Medizin, Frankfurt/Main, Deutschland
  • Melanie Schnee - Goethe-Universität Frankfurt/Main, Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Abt. Soziologie, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocP224

doi: 10.3205/12gma122, urn:nbn:de:0183-12gma1223

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Schulze et al.
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Gliederung

Text

Plagiaten wird zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit gewidmet; dabei sind nur wenige Daten erhoben, inwieweit Wissen über Plagiate bei Studenten vorhanden ist. Wir haben einen Fragebogen zu Plagiaten, deren Ursachen und Präventionsmaßnahmen entwickelt und mit Hilfe dieses Fragebogens eruiert, welches Wissen Studierende zu Plagiaten haben und welche Einstellungen zur Plagiatsvorbeugung bzw. Sanktionierung vorliegen. Ein Element des Fragebogens befasst sich mit den Einschätzungen, warum im Studium plagiiert wird. Der Fragebogen wurde von 277 Studierenden des 1. klinischen Semesters ausgefüllt (Rücklaufquote 92%). Aus den 11 Items wurden die fünf Parameter

  • "Wissen zu Plagiaten“,
  • "Zeitdruck“,
  • "Überlastung der Betreuer“,
  • "leichte Verfügbarkeit von Quellen“ und
  • "Sprachprobleme“ identifiziert.

Studenten erklären Plagiarismus mit dem Zeitdruck und dem mangelnden Wissen über richtiges Zitieren; Überlastung der Betreuer und leichte Verfügbarkeit von Quellen z.B. im Internet werden ambivalent beurteilt, während Sprachkenntnisse nicht als relevantes Kriterium angesehen werden. Unter den Einzelitems wird insbesondere der Zeitdruck (trifft voll zu/trifft eher zu 244 Studenten) und die leichte Verfügbarkeit der Quellen (220 Studenten) bejaht; eine geringe Entdeckungswahrscheinlichkeit, fehlende Sanktionen und geringes universitäres Engagement wird überwiegend abgelehnt. Während die Bewertung des Kriteriums Zeitdruck und mangelndes Wissen zum Zitieren hoch korreliert, finden sich keine Zusammenhänge zwischen den übrigen Parametern.