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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Situational Judgement Test als Ergänzung zum BMS an der Medizinischen Universität Graz: erste Analysen von Studienleistungen im psychosozialen Bereich

Poster

  • corresponding author Simone Manhal - Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich
  • Daniel Ithaler - Medizinische Uiversität Graz, Graz, Österreich
  • Hans-Christian Caluba - Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich
  • Heide Maria Neges - Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich
  • Gilbert Reibnegger - Medizinische Universität Graz, Graz, Österreich

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocP211

doi: 10.3205/12gma112, urn:nbn:de:0183-12gma1120

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Manhal et al.
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Gliederung

Text

Seit dem Jahr 2010 wird der Basiskenntnistest für Medizinische Studien (BMS) durch einen Situational Judgement Test (SJT) ergänzt, um zum einen die StudienwerberInnen bereits vor Studienbeginn mit dem biopsychosozialen Modell von Gesundheit und Krankheit vertraut zu machen und zum anderen psychosoziale Wissenskomponenten im Auswahlverfahren zu berücksichtigen.

Den StudieninteressentInnen werden Fallvignetten präsentiert, die Critical Incidents beinhalten. Dazu werden fünf Antwortalternativen angeboten, aus der jeweils die geeignetste zu wählen ist, um mit dem dargestellten Incident umzugehen [4], [1]. Analysen der psychometrischen Eigenschaften des SJT lieferten zufriedenstellende Ergebnisse 0.55<=P<=0.99, 0.13<=rit<=0.39) . Zusätzlich ist die Akzeptanz unter den StudienwerberInnen ist seit dem ersten Einsatz des SJT hoch und die Bedeutung psychosozialer Aspekte für die Ausbildung zum Mediziner/zur Medizinerin bzw. für die Ausübung des Berufs wird von den StudienwerberInnen anerkannt. Die prognostische Validität des BMS wurde von Reibnegger et al. [3], [2] bereits nachgewiesen.

Erste Ergebnisse zu Analysen der Leistungen zweier Jahrgänge von Studierenden der Medizinischen Universität Graz in Lehrveranstaltungen des ersten Studienjahres, in denen Kommunikation und Gesprächsführung, sowie Selbstreflexion und erste Interaktion mit PatientInnen im Vordergrund stehen, sollen vorgestellt und diskutiert werden.


Literatur

1.
Lievens P, Cotsier P. Situational tests in student selection: An examination of predictive validity, adverse impact, and construct validity. Int J Selec Ass. 2002;10:245-257. DOI: 10.1111/1468-2389.00215 Externer Link
2.
Reibnegger G, Caluba HC, Ithaler D, Manhal S, Neges HM, Smolle J. Dropout rates in medical students before and after the installation of admission tests. Acad Med. 2011;86(8):1040-1048. DOI: 10.1097/ACM.0b013e3182223a1b Externer Link
3.
Reibnegger G, Caluba HC, Ithaler D, Manhal S, Neges HM, Smolle J. Progress of medical students after open admission or admission based on knowledge tests. Med Educ. 2010;44(2):205-214. DOI: 10.1111/j.1365-2923.2009.03576.x Externer Link
4.
Sackett PR, Lievens P. Personnel Selection. Annu Rev Psychol. 2008;59:419-450. DOI: 10.1146/annurev.psych.59.103006.093716 Externer Link