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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Herausforderungen an Peer-Tutoren im Lernzentrum der Charité Universitätsmedizin Berlin – eine qualitative Erhebung des pädagogischen Unterstützungsbedarfes

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  • corresponding author Anja Stier - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizin- und Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft, Berlin, Deutschland
  • Sibylle Däther - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizin- und Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft, Berlin, Deutschland
  • Wolf Blaum - Charité Universitätsmedizin Berlin, Lehrzentrum, Berlin, Deutschland; Charité Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin, Berlin, Deutschland
  • Manuela Bergjan - Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizin- und Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft, Berlin, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocP203

doi: 10.3205/12gma103, urn:nbn:de:0183-12gma1035

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Stier et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Seit der Einrichtung des Lernzentrums an der Charité 1999 erhalten alle Studierenden die Möglichkeit ihre praktischen ärztlichen Fertigkeiten in studentischen Peer-Tutorien zu vertiefen und sich auch dadurch auf praktische Prüfungen und den klinischen Alltag vorzubereiten.

Die zunehmende Zahl an Tutorien erfordert eine systematische Ausbildung der Peer-Tutoren. Voraussetzung für die Entwicklung eines bedarfsgerechten pädagogischen Unterstützungsangebotes ist es, die Herausforderungen an Peer-Tutoren bei der Vermittlung von klinisch-ärztlichen Fertigkeiten zu erfassen. Die Perspektive der Tutanden vervollständigt dabei die Erhebung.

Methodik: Zur Ermittlung möglichst vielfältiger Herausforderungen wurden mit einer heterogenen Stichprobe aus Tutoren und Tutanden teilstrukturierte Interviews unter Verwendung von narrativen Gesprächsanteilen geführt. Am erhobenen Datenmaterial wurden mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring in mehreren Reduktionen induktiv Kategorien gebildet.

Ergebnisse: Die berichteten Erfahrungen im Spannungsfeld von Pädagogik und Didaktik bei der Vermittlung von klinisch-ärztlichen Fertigkeiten aus den Interviews konnten in ein Kategoriensystem überführt werden. Im Rahmen einer kommunikativen Validierung konnten die ermittelten Ergebnisse bestätigt und ergänzt werden.

Schlussfolgerung: Die validierten Kategorien bilden die Grundlage für die Entwicklung und Implementierung eines pädagogischen Unterstützungsangebotes. In zukünftigen Untersuchungen könnte – etwa mittels teilnehmender Beobachtung – geprüft werden, ob die identifizierten pädagogischen Herausforderungen gesichert werden können und ob eine Übertragbarkeit auf andere Peer-Tutoriate gegeben ist.