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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

27.09. - 29.09.2012, Aachen

Von der Überbringung der Todesnachricht bis zur klinischen Sektion – Kommunikation in Grenzsituationen

Poster

  • corresponding author Josef Ehling - UK Aachen, Institut für Pathologie, Aachen, Deutschland
  • Michael Rosentreter - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Aachen, Deutschland
  • Dominik Groß - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Aachen, Deutschland
  • Ruth Knüchel-Clarke - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Institut für Pathologie, Aachen, Deutschland
  • Saskia Westphal - Universitätsklinikum der RWTH Aachen, Institut für Pathologie, Aachen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Aachen, 27.-29.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. DocP138

doi: 10.3205/12gma040, urn:nbn:de:0183-12gma0401

Veröffentlicht: 18. September 2012

© 2012 Ehling et al.
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Gliederung

Text

"Die Materie, an der [der Arzt] seine Kunst ausübt (…) ist der lebendige menschliche Organismus als Zweck seiner selbst: der Patient.“ (Hans Jonas) Kommunikative Fähigkeiten und Fertigkeiten sind zur Ausübung der Medizin ebenso unerlässlich wie fundierte pathologische Kenntnisse. Je näher die therapeutische Situation in Grenzbereichen des Lebens angesiedelt ist, desto höher sind die Anforderungen an die ärztlichen Kompetenzen. Eine solche Situation liegt vor, wenn Ärzte und Ärztinnen den Tod mitteilen und gleichzeitig das Einverständnis der Angehörigen zur klinischen Sektion erwirken müssen.

Seit dem Sommersemester 2010 wird im Modellstudiengang Medizin in Aachen das Seminar "Von der Überbringung der Todesnachricht bis zur klinischen Sektion“ angeboten. Neben kommunikativen Kompetenzen für das Gespräch mit trauernden Angehörigen werden den Studierenden medizinische und juristische Aspekte der Obduktion vermittelt. Dem didaktischen Konzept des Lernens und Übens folgend, werden diese im Kommunikationstraining mit professionellen Schauspieler-Patienten und bei der Obduktionsteilnahme außerhalb des regulären Curriculums plastisch veranschaulicht und erlebt. Da die Studierenden das Lehrangebot insgesamt gut aufnehmen (Gesamtbewertung 1,6), wurden interaktive, elektronische Lernmedien (Lehrfilm zur Durchführung einer Obduktion) zur Fortentwicklung des Seminarkonzepts erstellt. Diese Arbeit wurde durch die Innovative Lehrprojektföderung der Medizinischen Fakultät RWTH Aachen unterstützt.

Wir danken den Mitwirkenden Prof. Weis (Institut für Neuropathologie), APL-Prof. Hermanns-Sachweh und Dr. Braunschweig (Bereich Paidopathologie).