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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Onlinekurs DEGAM-Leitlinien Allgemeinmedizin – Universitätsübergreifender Ansatz mit hoher Akzeptanz der Studierenden und Entlastung der Lehrenden

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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma167

DOI: 10.3205/11gma167, URN: urn:nbn:de:0183-11gma1672

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Waldmann et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Der „Online-Kurs Leitlinien Allgemeinmedizin“ (dessen Inhalt auf den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin basiert) wird seit dem Sommersemester 2008 nicht nur an der LMU München, sondern auch an der Uni Ulm als Wahlpflichtfach angeboten. Beide Kurse nutzen gleiche Lehrfälle und schreiben eine gemeinsame leitlinienbasierte Klausur (Key Feature). Die Angebote unterscheiden sich jedoch in den genutzten Lernsystemen, im Kursaufbau und der Kursbegleitung. Gibt es Barrieren und Akzeptanzprobleme bei dieser Form uniübergreifender Lehre?

Welchen Nutzen für Lehrende und Studierende bieten solche Kurse?

Methoden: Kursablauf: In Ulm Präsenzveranstaltung zur Einführung, Klärung technischer Fragen (Login, Soon-Trainer, CASUS) und strukturierte Bearbeitung des ersten Falles, Vorstellung weiterer Pflichtmodule. In München rein online (CASUS-System ist den Studierenden aus der Inneren Medizin bekannt). An beiden Standorten anschließend Erarbeitung der weiteren Fälle zeitlich unabhängig bis zum Ende des Semesters, außerdem Foren zu technischen und inhaltlichen Fragen. Der Kurs schließt mit einer zeitgleich stattfindenden Klausur mit leitlinienbasierten Kurzfällen „aus der Praxis“ ab.

Feedback von Studierenden und Lehrenden: Strukturiert durch Online-Fragebogen sowie durch Einzelgespräche / Mailkontakt

Ergebnisse: Studierende akzeptieren den Kurs als in hohem Maße relevant und praxisnah, bewerten formale Kriterien wie Anforderungsniveau und Bearbeitungsumfang positiv und sind mit der grundsätzlichen Konzeption des Kurses zufrieden. Insgesamt hat der Kurs den Studierenden Spaß gemacht und sie würden ihn ihren Kommilitonen weiterempfehlen. Der Wechsel zwischen Lern-Systemen ist für Studierende problemlos möglich – für Dozenten mit etwas Aufwand (erneute Falleingabe, da nicht direkt importierbar) verbunden, aber auch mit Zeitersparnis durch Nutzung der gemeinsamen Inhalte und der Klausur.

Schlussfolgerung: Die Barrieren bei universitätsübergreifender Lehre sind relativ problemlos zu überwinden - auch bei unterschiedlichen Lernsystemen. Die Zeitersparnis durch Nutzung der gemeinsamen Inhalte und der Klausur ist hervorzuheben ebenso wie der positive Einfluss des Peer-Reviews auf die Qualität der Fälle und der Klausur sowie die positive Bewertung beider Kurse durch die Studierenden. Eine Zusammenarbeit mit einem anderen Curriculum ist anregend und problemlos möglich, und Lehrende können dabei ihre individuellen Lehr- und Konzeptpräferenzen beibehalten.