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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Betrachtung der Wissensentwicklung im Fach Psychiatrie an der LMU unter Verwendung des Progresstests Medizin der Charité

Vortrag

  • corresponding author presenting/speaker Matthias Holzer - LMU München, Klinikum, Medizinische Klinik Innenstadt, Schwerpunkt Medizindidaktik, München, Deutschland
  • author Ralf Schmidmaier - LMU München, Klinikum, Medizinische Klinik Innenstadt, Schwerpunkt Medizindidaktik, München, Deutschland
  • Julia Damm - LMU München, Klinikum, Medizinische Klinik Innenstadt, Schwerpunkt Medizindidaktik, München, Deutschland
  • author Anja Görlitz - LMU München, Klinikum, Medizinische Klinik Innenstadt, Schwerpunkt Medizindidaktik, München, Deutschland
  • author Christoph Born - LMU München, Klinikum, Medizinische Klinik Innenstadt, Schwerpunkt Medizindidaktik, München, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma034

DOI: 10.3205/11gma034, URN: urn:nbn:de:0183-11gma0347

Veröffentlicht: 26. September 2011

© 2011 Holzer et al.
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Gliederung

Text

Fragestellung: Wie wir in der Inneren Medizin gezeigt haben, ist der Progresstest Medizin (PTM) der Charité geeignet, die Wissensentwicklung der Studierenden bezüglich des Fakten- und Anwendungswissens zu evaluieren.

In dieser Studie wurde zum einen die Zusammensetzung der Fragen im PTM bezüglich Fachbereich, Syndrom und Behandlungsbereich (Symptomatologie, Diagnostik oder Therapie) im Fach Psychiatrie näher analysiert. Andererseits wurde geprüft, ob die Wissensentwicklung sich je nach Behandlungsbereich unterscheidet.

Methoden: Wir analysierten die Fragen von vier aufeinander folgenden PTM vom Sommersemester 2009 bis zum Wintersemester 2010/2011 bezüglich der o.g. Kriterien und verglichen das Wissen im Fach Psychiatrie zu 3 verschiedenen Studienzeitpunkten (2. und 4. klin. Semester sowie PJ). Insgesamt wurden von einem Experten der LMU 71 von 800 Fragen dem Fach Psychiatrie zugeordnet. 3 davon wurden durch den Postreview-Prozess der Charité aus der Wertung genommen.

Ergebnisse: Von den verbleibenden 68 Fragen waren 18 ursprünglich durch die Charité nicht der Psychiatrie zugeordnet. Die am häufigsten behandelten Syndrome waren Verhaltensstörungen (24x) und affektive Störungen (23x). 49 Fragen waren dem Behandlungsbereich Symptomatologie zuzuordnen, 15 der Therapie und 7 der Diagnostik. Vor dem Unterricht in der Psychiatrie im 4. klin. Semester konnten die Studierenden 39% der Fragen korrekt beantworten, danach 69%. Dabei betrug der Zuwachs des durch den PTM evaluierbaren Wissens in der Diagnostik 5 Prozentpunkte, in der Symptomatologie 32 und in der Therapie 35 Prozentpunkte.

Eine genaue Analyse der Ursachen für die Unterschiede im Wissenszuwachs wird derzeit durchgeführt.

Schlussfolgerung: Der Schwerpunkt der Wissensabfrage im Fach Psychiatrie beim PTM lag bei der Symptomatologie. Die Messung des Wissenszuwachses in der Diagnostik ist mit insg. 7 Fragen nur bedingt valide. Zur Untersuchung der Art des geprüften Wissens wäre auch eine Annotation der Fragen nach Fakten-, Anwendungs- und Handlungswissen sinnvoll.