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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

08.10. - 10.10.2009, Freiburg

M2-Prüfung, Praktisches Jahr (PJ) im Ausland und Abiturnote: Gibt es Gemeinsamkeiten?

Vortrag

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  • corresponding author Silke Biller - Universität Freiburg, Kompetenzzentrum Lehrevaluation Medizin Baden-Württemberg, Freiburg, Deutschland
  • author Marianne Giesler - Universität Freiburg, Kompetenzzentrum Lehrevaluation Medizin Baden-Württemberg, Freiburg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Freiburg im Breisgau, 08.-10.10.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmaT2V029

DOI: 10.3205/09gma029, URN: urn:nbn:de:0183-09gma0295

Veröffentlicht: 2. September 2009

© 2009 Biller et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund und Fragestellung: In einer Voruntersuchung stellten wir fest, dass Studierende, die mindestens ein PJ-Tertial im Ausland absolvierten, signifikant bessere Noten in der schriftlichen M2- Prüfung (2006/2007) erzielten, als diejenigen, die alle PJ-Tertiale in Deutschland ableisteten. Zudem war die Studiendauer dieser Studierenden signifikant kürzer. Ausgehend von der geringen Zahl der Absolventen dieser Kohorte und der Tatsache, dass sie in der bundesweiten Platzierung in den IMPP-Ergebnissen deutlich von anderen Kohorten abwich, wurde mit der deutlich größeren Kohorte aus dem Jahr 2008 überprüft, ob sich diese Ergebnisse replizieren lassen. Zusätzlich wurden die Abiturnoten der Studierenden mit in die Analysen einbezogen, um abzuklären, ob leistungsstärkere Studierende eher ihre PJ-Tertiale im Ausland absolvieren.

Methoden: Zur Überprüfung der Fragestellung wurden die Daten von 318 Studierenden herangezogen, die 2008 ihr Studium abgeschlossen haben. Mittelwertsvergleiche wurden mit Hilfe von t-Tests durchgeführt.

Ergebnisse: Von den 318 Studierenden verbrachten 208 mindestens ein Tertial im Ausland. Es konnten hierbei keine signifikanten Unterschiede zwischen Studenten und Studentinnen festgestellt werden. Die Tertiale wurden in 30 verschiedenen Ländern absolviert. Über ein Drittel der Studierenden verbrachte ein Tertial in der Schweiz.

Die Ergebnisse, die für diese Kohorte ermittelt wurden, stimmen mit denen der früheren Kohorten weitgehend überein: Studierende, die einen Teil ihres Praktischen Jahrs im Ausland verbrachten, erzielten signifikant bessere Noten in der M2-Prüfung und hatten eine signifikant kürzere Studiendauer als Studierende, die ihre PJ-Tertiale in Deutschland absolvierten. Es zeigte sich jedoch auch, dass diese Studierenden bereits signifikant bessere Abiturnoten hatten.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse legen nahe, dass es eher die leistungsstärkeren Studierenden sind, die einen Teil Ihres Praktischen Jahres im Ausland verbringen. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um mögliche Qualitätsunterschiede in der Ausbildung von PJlern festzustellen.