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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

16.11. - 18.11.2007, Hannover

Signifikanter Effekt von Fertigkeiten-Training auf die Ergebnisse im OSKE: eine prospektive kontrollierte Studie

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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Hannover, 16.-18.11.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07gma64

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2007/07gma064.shtml

Veröffentlicht: 14. November 2007

© 2007 Segarra et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Das Universitätsklinikum als Krankenhaus der Schwerstversorgung bietet den Studierenden nur wenige Möglichkeiten, ärztliche Fertigkeiten am Patienten zu üben. Darunter leidet die praktische Ausbildung der Medizinstudierenden.

Laut Prüfungsordnung und Studienordnung der medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität sollen praktische ärztliche Fertigkeiten unterrichtet und in objektiv strukturierten klinischen Examina (OSKE) geprüft werden .

Um in einer praktischen Prüfung erfolgreich abzuschneiden, müssen die Studierenden die geprüften Fertigkeiten trainieren können.

In einem Ausbildungsforschungsprojekt der Medizinischen Klinik 1 sollte der positive Effekt von Training an Modellen und Simulatoren im Rahmen von Blockpraktika auf die studentischen Fertigkeiten nachgewiesen werden.

Methodik: Im SS 2006 wurde für die Studierenden der F.A.U. ein Medizinisches Trainings- und Prüfungszentrum (MTPZ) eingerichtet. Für praktische Fertigkeiten, die auch vormals Inhalte der Blockpraktika Innere Medizin, Chirurgie und Urologie waren, wurden Arbeitsanleitungen erstellt und den Studierenden online zur Verfügung gestellt. Im MTPZ erhielten die Studierenden praktischen Unterricht an entsprechenden Modellen durch Ärzte und studentische Tutoren.

Um den Effekt des praktischen Unterrichts darzulegen, wurden drei Studentengruppen durch identische OSKE verglichen:

Gruppe A: Studenten des 10. Semesters, herkömmliches Blockpraktikum vor Einführung des MTPZ (siehe Abbildung 1 [Abb. 1])

Gruppe B: Studenten des 9. Semesters, herkömmliches Blockpraktikum nach Einführung des MTPZ (siehe Abbildung 2 [Abb. 2])

Gruppe C: Studenten des 9. Semesters mit Integration des MTPZ in die Blockpraktika Innere Medizin, Chirurgie, Urologie (siehe Abbildung 3 [Abb. 3]).

Alle drei Gruppen wurden im Anschluss an ihre Blockpraktika in identischen OSKE mit jeweils 10 Stationen geprüft.

Ergebnisse: Die Gesamtpunktzahlen der Teilnehmer der Gruppe A ergaben einen Mittelwert von 60,21 (s=7,24), die der Gruppe B einen Mittelwert von 66,96 (s= 11,52) und die der Gruppe C einen Mittelwert von 80,06 (s= 6,98).

Die Kruskal-Wallis-Rangvarianzanalyse ergab ein signifikantes Ergebnis (a < 0,001). Anschließend durchgeführte Mann-Whitney-U-Tests, bei denen das a-Niveau mittels der Bonferroni-Korrektur adjustiert wurde (a*=0,017), ergaben einen bedeutsamen Unterschied zwischen den Gruppen A und C und zwischen den Gruppen B und C (a < 0,001).

Diskussion: Im WS 2006/2007wurden erstmals einheitliche Arbeitsanleitungen für praktische ärztliche Fertigkeiten in den obengenannten Blockpraktika erstellt, die allen Studierenden zugänglich waren. Da der Unterschied der OSKE-Ergebnisse zwischen Gruppe A und Gruppe B (beide herkömmliches Blockpraktikum, Gruppe A jedoch ohne und Gruppe B mit standardisierten Arbeitsanleitungen) relativ gering ist und erst zur Gruppe C signifikant wird, konnte deutlich gezeigt werden, dass die Erstellung von einheitlichen Arbeitsanleitungen für praktische ärztliche Fertigkeiten erst zusammen mit Unterricht und Übungsmöglichkeiten an Modellen an der medizinischen Fakultät der F.A.U. Erlangen-Nürnberg zu einer signifikanten Ausbildungsverbesserung im Sinne der ÄAppO führt.