gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Darf Fortbildung sinnvoll sein?: Erfahrungen mit einer Fortbildungsreihe zur kontinuierlichen professionellen Entwicklung

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  • corresponding author Paul Jansen - Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland
  • author Daniela Kempkens - Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland
  • author Stefan Wilm - Universität Düsseldorf, Abteilung für Allgemeinmedizin, Düsseldorf, Deutschland
  • author Monika Rieger - Universität Witten/Herdecke, Witten, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma123

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma123.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Jansen et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Kontinuierliche zertifizierte Fortbildung ist in Deutschland verpflichtend für niedergelassene ÄrztInnen und Krankenhaus-ÄrztInnen. Für die Zertifizierung durch die Ärztekammern sind bisher formale und inhaltliche Kriterien von Bedeutung, nicht aber die Abstimmung mit den eigenen Defiziten. Internationale Erfahrung zeigen, dass neben einer Fortbildung in medizinischen Themen (CME) die kontinuierliche professionelle Entwicklung (CPD) eine starke Bedeutung für Auswahl und nachhaltige Umsetzung der gelernten Inhalte hat. Es wurde daher eine modularen Fortbildungsreihe für die Lehrärzte des Bereiches Allgemeinmedizin sowie für klinisch tätige ÄrztInnen in Weiterbildung initiiert.

Ziel des Projektes war das Bewusstsein für die Bedeutung einer kontinuierlichen professionellen Entwicklung zu schärfen und Konzepte für das eigene CPD durch kritische Analyse, Feedback und gezielte Fortbildung aufzuzeigen. Die Zusammenführung von ÄrztInnen in Weiterbildung und niedergelassenen AllgemeinärztInnen sollte das Verständnis für die jeweilige Alltagssituation stärken und die Diskussion um unterschiedliche Blickwinkel beleben.

Methoden: In drei halbtägigen Veranstaltungen wurden die ÄrztInnen gemeinsam in Kleingruppen geschult. Es wurde dabei der Schwerpunkt auf die Reflektion des eigenen Fortbildungsverhaltens sowie auf Möglichkeiten und Grenzen des Feedbacks sowie der kritischen Fall- und Fehleranalyse als Indikator für eigene "Lücken“ gelegt. Unterschiedliche Möglichkeiten der Dokumentation (Logbuch; Portfolio) wurden zudem in Kurzvorträgen dargestellt.

Ergebnisse: Die Erfahrungen mit den Möglichkeiten von Feedback und kritischer Fallanalyse wurden von den TeilnehmerInnen als positiv gewertet. Die Rekrutierung der TeilnehmerInnen erwies sich als schwierig. Die Zusammenführung von AllgemeinärztInnen und ÄrztInnen in Weiterbildung erwies sich als äußerst problematisch.

Schlussfolgerungen: CPD ist eine Methode kontinuierlicher Entwicklung auf der Grundlage von Reflektion und Feedback. Beide haben in Deutschland bisher nur einen unzureichenden Stellenwert in der Aus- und Weiterbildung, sollten aber gefördert werden.