gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Entscheidungstraining mit einem Abfragesystem

Poster

Suche in Medline nach

  • corresponding author H.-J. Friedrich - Universität zu Lübeck, Arbeitsstelle Hochschuldidaktik, Lübeck, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma114

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma114.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Friedrich.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Neben dem Fachwissen ist die Fähigkeit rasch fundierte Entscheidungen treffen zu können ein wesentliches Merkmal eines "‚guten" Arztes. Es liegt also nahe, die Entscheidungsfähigkeit spezifisch zu trainieren. Moderne Lehrbücher verfolgen auf verschiedene Weisen diesen Ansatz, zeigen aber in der Regel lineare Ansätze auf.

Mit Hilfe einer Software, die dazu dient, für sich selbst oder in Gruppen Entscheidungsbäume zu entwickeln und zu visualisieren, kann ein nichtlinearer Prozess simuliert werden, die Konsequenzen bestimmter eingeschlagener Wege können unmittelbar vor Augen geführt werden.

Von den Erfahrungen mit einer Softwarelösung für ärztliches Entscheidungstraining (mobiTED-TREE®) soll hier berichtet werden. Ausgangspunkte für das Durchwandern von Entscheidungsbäumen sind jeweils die ausführlich formulierten Problemstellungen und die Vorgaben der denkbaren Entscheidungsalternativen (Baumstrukturen). Hier wird die Idee des Problem-Orientierten Lernens (POL) aufgenommen. Die jeweiligen Antworten sind Ausgangspunkt für weitere Fragen und Alternativen oder von freien Textfeldern, die zur weiteren Informationsdarstellung oder als Handlungsanweisung verwendet werden können. In vorbereiteten aber jederzeit veränderbaren Entscheidungszweigen lassen sich Argumente in Form von Power-Point®-Präsentationen, Webseiten, Filmen und anderen Dateien einbinden. So kann dem Benutzer jederzeit anschaulich seine Entscheidungspräferenz vor Augen geführt werden. Die Algorithmen von Leitlinien sind sehr einfach einzubinden und zu trainieren. Die Reflexion über Folgen von Fehlentscheidungen lassen sich als Lernmotivation nutzen.

Das System eignet sich auch und gerade zum Einsatz in Veranstaltungen mit großen Teilnehmerzahlen. Bisher wurde es vorwiegend in der ärztlichen Fortbildung verwendet. Die Akzeptanz der Teilnehmer zeigte sich regelmäßig im sehr positiven Rating der Referenten.

Im konkreten Umgang mit dem Programm kann sich der Autor noch einige Verbesserungen im Handling und in der Darstellung vorstellen.