gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

10.11. bis 12.11.2006, Köln

Vermittlung praktischer Fertigkeiten: eine organisatorische Herausforderung für interdisziplinäre Lehre

Poster

  • corresponding author Irmgard Streitlein-Böhme - Albert Ludwigs-Universität Freiburg, Medizi8nische Fakultät, Studiendekanat, Freiburg, Deutschland
  • author Silke Biller - Albert Ludwigs-Universität Freiburg, Medizi8nische Fakultät, Studiendekanat, Freiburg, Deutschland
  • author Klaus Böhme - Albert Ludwigs-Universität Freiburg, Lehrbereich Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland
  • author Deniz Kececioglu - Herz- und Diabetes-Zentrum NRW, Bad Oeynhausen, BRD

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung - GMA. Köln, 10.-12.11.2006. Düsseldorf, Köln: German Medical Science; 2006. Doc06gma065

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/gma2006/06gma065.shtml

Veröffentlicht: 23. Oktober 2006

© 2006 Streitlein-Böhme et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Auf Wunsch der Studierenden wurde im Wintersemester 2005/2006 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im 1. klinischen Semester ein Basisuntersuchungskurs eingeführt. Um eine kurzfristige Umsetzung dieser Unterrichtsveranstaltung zu ermöglichen, übernahm das Studiendekanat der medizinischen Fakultät sowohl Organisation als auch Strukturierung des interdisziplinär ausgelegten, fünf Module umfassenden Kurses. Geplant war die Einbeziehung möglichst vieler Fachdisziplinen, um diese "zusätzliche Lehre“ für die einzelnen Abteilungen und Lehrbereiche möglichst gering zu halten.

Methoden: Als Grundlage der Struktur des neuen Basisuntersuchungskurses diente ein Modell, das bereits an der Ruhr-Universität Bochum ein Jahr zuvor umgesetzt worden war. Der Kurs in Freiburg umfasst fünf Module und beginnt jeweils mit einer einführenden Vorlesung, die den Studierenden die grundlegenden Untersuchungstechniken unter Einbeziehung der topographischen Anatomie näherbringt. Im Anschluss daran können jeweils 10 Studierende unter Anleitung eines/r Dozenten/in die zuvor vermittelten Techniken mittels gegenseitiger Untersuchung innerhalb einer zweistündigen Unterrichtseinheit einüben. Um den insgesamt 320 Studierenden möglichst gleiche Lehrinhalte zu vermitteln, werden den Dozierenden sowohl die Vorlesungsfolien als auch ein ausgearbeitetes Unterrichtscurriculum für jedes Modul zur Vorbereitung der Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich erhalten Studierende wie Lehrende ein alle 5 Module umfassendes Begleitmanual.

Die abschließende Evaluation ergab trotz einer Vielzahl an Lehrenden unterschiedlicher Fachdisziplinen eine überaus positive Bewertung des ersten Kursprogramms.

Fazit: Ein gut strukturiertes Kursprogramm ermöglicht die Implementierung einer interdisziplinären Lehre mit einer hohen Zahl an Lehrenden und findet darüber hinaus bei den Studierenden eine große Akzeptanz.