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Forum Medizin 21, 45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Zusammenarbeit mit der Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin

22.09. - 24.09.2011, Salzburg, Österreich

Gerinnungsmanagement im hausärztlichen Bereich – Beispiel einer komplexen Intervention

Meeting Abstract

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45. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Forum Medizin 21. Salzburg, 22.-24.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11fom040

DOI: 10.3205/11fom040, URN: urn:nbn:de:0183-11fom0402

Veröffentlicht: 14. September 2011

© 2011 Siebenhofer-Kroitzsch.
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Gliederung

Text

In der PICANT (Primary Care Management for Optimized Antithrombotic management) Studie werden Optimierungsstrategien des Gerinnungsmanagements im hausärztlichen Bereich in einem cluster-randomisierten Design untersucht. Hierbei handelt es sich um eine komplexe Intervention mit verschiedenen Einzelkomponenten, welche mehr oder weniger interagieren. Gerade im Gerinnungsmanagement, wo ein Nebeneinander an Unter-, Über- und Fehlversorgung existiert und bei einer großen Zahl an Patientinnen und Patienten mit Langzeitindikation für eine Gerinnungshemmung schwere thromboembolische Ereignisse verhindert aber auch unerwünschte Komplikationen wie Blutungen provoziert werden können, besteht ein Bedarf an Versorgungsoptimierung. Im derzeitigen Stadium der detaillierten Studienkonzeption für PICANT ist es besonders wichtig, sich hinsichtlich der erwünschten Aussagekraft der Ergebnisse (der kombinierte primäre Endpunkt inkludiert thromboembolische Ereignisse mit der Erfordernis eines stationären Aufenthalts und schwere Blutungskomplikationen) im Studienprotokoll auch Gedanken zu begleitender qualitativer und quantitativer Forschung zu machen.

Am Beispiel einer Teilkomponente des Interventionspaketes in der PICANT Studie, dem „Selbstmanagement für die orale Antikoagulation“ werden im ersten Teil der Präsentation die Evaluierungsschritte erläutert und die aufeinander aufbauende Evidenz mittels des Medical Research Council (MRC) Frameworks dargestellt. Im zweiten Teil wird demonstriert, in wie weit und ob in der jetzt geplanten PICANT Studie, welche wir als eine kontrollierte Evaluationsstudie nach den Empfehlungen des MRCs einstufen, durch die Zusammenstellung neuer Interventionskomponenten weitere Evaluationsschritte erforderlich sind, um die aus unserer Sicht relevanten/aktiven Einzelkomponenten für die cluster-randomisierte Studie zu identifizieren und ihren Anteil am Gesamtergebnis messen zu können.