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10. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung, 18. GAA-Jahrestagung

Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung e. V.
Gesellschaft für Arzneimittelanwendungsforschung und Arzneimittelepidemiologie e. V.

20.-22.10.2011, Köln

Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit im Arzneimittelkreislauf der MHH

Meeting Abstract

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  • author presenting/speaker Anja Sievers - Zentralapotheke, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland
  • author Maria Ines Cartes - Risikomanagement, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland
  • author Heike Alz - Zentralapotheke, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland
  • corresponding author Christian Schmidt - Geschäftsführer, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Köln, Deutschland

10. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung. 18. GAA-Jahrestagung. Köln, 20.-22.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dkvf086

DOI: 10.3205/11dkvf086, URN: urn:nbn:de:0183-11dkvf0861

Veröffentlicht: 12. Oktober 2011

© 2011 Sievers et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Eine Analyse der Meldungen zum Medikationsprozess aus dem hauseigenen Critical Incident Reporting System (CIRS) soll detektieren, welche Risiken im Arzneimittelkreislauf der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bestehen. Die Ergebnisse sollen zeigen, welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen, um die Arzneimitteltherapiesicherheit in der MHH zu erhöhen.

Material und Methoden: Zur Beurteilung der Ausgangslage wurden alle zwischen Oktober 2004 und Mai 2010 eingegangenen CIRS-Meldungen zu Beinahe-Zwischenfällen aus dem Medikationsbereich ausgewertet. Dabei konnten die einzelnen Meldungen unterschiedlichen Kategorien zugeordnet werden.

Ergänzend dazu wurde eine Analyse der von der Zentralapotheke der MHH in ADKA DokuPIK (Online-Datenbank des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker e.V. zur Dokumentation von Medikationsfehlern und pharmazeutischen Interventionen im Krankenhaus) dokumentierten Verordnungsfehler auf allen in der Apotheke eingehenden Zytostatika-Fax-Anforderungen durchgeführt.

Ergebnisse: 588 Meldungen (17,63%) der im gewählten Beobachtungszeitraum im CIRS eingegangenen Meldungen betreffen den Medikationsbereich. Diese konnten fünf Abschnitten des Arzneimittelkreislaufs und damit den Bereichen Station, Zentralapotheke und Transportlogistik zugeordnet werden.

Vierzehn Einzelprojekte zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit in der MHH wurden aus der vorangegangenen Analyse abgeleitet und in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst.

Schlussfolgerung: Höchste Priorität im Medikationsprozess hat die Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit. Durch Optimierung von Schnittstellen, Einführung von Kontrollmechanismen und standardisierten Prozessabläufen wird das Unternehmensziel Steigerung der Patientensicherheit kontinuierlich erreicht.