gms | German Medical Science

10. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung, 18. GAA-Jahrestagung

Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung e. V.
Gesellschaft für Arzneimittelanwendungsforschung und Arzneimittelepidemiologie e. V.

20.-22.10.2011, Köln

Deepening our understanding of quality improvement in Europe (DUQuE)

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

10. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung. 18. GAA-Jahrestagung. Köln, 20.-22.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11dkvf045

DOI: 10.3205/11dkvf045, URN: urn:nbn:de:0183-11dkvf0451

Veröffentlicht: 12. Oktober 2011

© 2011 Hammer et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Hintergrund: Krankenhäuser in Europa verfügen über ein breites Spektrum an Qualitätsverbesserungsstrategien, wie Ereignisberichtssysteme, evidenzbasierte Leitlinien oder Audits. Das Wissen über die Wirksamkeit dieser Strategien, als Bestandteil des Qualitäts- und Risikomanagements, ist jedoch begrenzt. Ziel dieser von der EU (7. Rahmenprogramm) geförderten Studie ist es daher, die Beziehung zwischen dem organisationalen Qualitätsmanagement, der Organisationskultur, der Einbindung von Fachkräften und dem Patienten-Empowerment auf der einen Seite sowie der Versorgungsqualität auf der anderen Seite zu analysieren.

Material und Methoden: Seit Mai 2011 werden in insgesamt 8 Europäischen Ländern (Tschechei, Frankreich, Deutschland, Polen, Portugal, Spanien, Türkei und Großbritannien) Daten auf Basis eines Multi-Methodenansatzes erhoben und analysiert. Die Datenerhebung erfolgt auf Krankenhaus-, Abteilungs-, Mitarbeiter- und Patienten- Ebene. Für die Bewertung krankenhausweiter Qualitätsverbesserungsstrategien werden in jedem der teilnehmenden Länder 30 zufällig ausgewählte Krankenhäuser in die Stichprobe eingeschlossen. Zusätzlich werden in 12 dieser 30 Krankenhäuser, Daten von Patienten erhoben, die hinsichtlich einer der vier Indikationen Akuter Myokardinfarkt, Hirninfarkt, Fraktur des Femurs und Spontangeburt behandelt werden. Hierzu wurden verschiedene Instrumente zur Datenerhebung auf Krankenhaus-, Abteilungs- und Patientenebene entwickelt. Der Abschluss der Datenerhebung ist für November 2011 vorgesehen.

Ergebnisse: Die Präsentation zielt darauf ab, einen Überblick über die verschiedenen, im Rahmen des Projektes entwickelten Instrumente, zu liefern.

Schlussfolgerung: Insgesamt werden zwei wesentliche Resultate erwartet: Zum einen sollen Anleitungen für Krankenhäuser entwickelt werden, die einen fundierten Überblick über die Wirksamkeit von Qualitäts- und Sicherheitsstrategien sowie ihrer Umsetzung auf Krankenhaus- und Abteilungsebene liefern. Zum anderen soll ein Bewertungsschema entwickelt werden, das es ermöglicht, wesentliche Qualitäts- und Sicherheitsstrategien für Europäische Krankenhäuser zu identifizieren. Die Ergebnisse dieser Studie werden den Krankenhäusern in Form eines Kataloges, für den individuellen Aufbau krankenhaus- und abteilungsspezifischer Qualitäts- und Sicherheitsprogramme zur Verfügung gestellt. Dieser Katalog enthält außerdem ein Bewertungsschema für Leistungseinkäufer zur Beurteilung von Qualitätssicherungssystemen im Krankenhaus.